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Spaceflight fliegt Sherpa OTVs auf zukünftigen Starts von Rocket Factory aus Europa

Die Zusammenarbeit kombiniert das Know-how von Rideshare und Last-Mile-Delivery mit einer kostengünstigen Trägerrakete für regelmäßige, flexible und präzise Starts

Auf dem Internationalen Astronautischen Kongress 2022 (IAC) gaben Rocket Factory Augsburg AG (RFA) und Spaceflight Inc. heute die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MOU) für kommende Starts bekannt. Die Vereinbarung sieht vor, dass Spaceflight seine Sherpa® Orbital Transfer Vehicles (OTVs) und andere Rideshare-Nutzlasten auf kommenden RFA-Missionen von verschiedenen europäischen Startplätzen aus starten wird, unter anderem von Einrichtungen in Großbritannien und Französisch-Guayana. Die Unternehmen peilen für ihren ersten Start Mitte 2024 an.

„Die Nachfrage von Kunden mit Nutzlasten aller Größen und Typen nach kostengünstigen Starts mit präziser Aussetzung steigt rapide an“, sagte Curt Blake, CEO und Präsident von Spaceflight. „Viele verschiedene Startoptionen zu unterschiedlichen Preisen und Orbitalzielen von unterschiedlichen Standorten aus sind für unsere Kunden sehr wichtig. RFA bietet eine hohe preisliche Wettbewerbsfähigkeit und Startfrequenz von vielen verschiedenen Orten in Europa. Wir freuen uns darauf, unser Trägerraketenportfolio für Sherpa OTVs und Rideshare-Dienste um RFA ONE zu erweitern, und wünschen RFA alles Gute für ihren bevorstehenden Erstflug.“

RFA profitiert von seinem Standort im Zentrum der deutschen Automobilindustrie und minimiert die Kosten für das Trägersystem durch seinen einzigartigen Ansatz der Serienproduktion und Verwendung von standartisierten Industriekomponenten. RFA ONE, eine dreistufige, 30 Meter lange Rakete, kann bis zu 1.300 kg in eine polare Erdumlaufbahn bringen. Das Unternehmen schloss die erste Testkampagne seines Helix-Triebwerks in Flugkonfiguration im Juli 2022 erfolgreich ab und absolvierte damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Kommerzialisierung seiner Dienstleistungen. RFA hat bereits Startverträge mit der deutschen Regierung und etwa einem Dutzend Kunden für Starts ab 2023 unterzeichnet. Die Rakete RFA ONE soll in Zukunft bis zu 50 Mal pro Jahr starten und Satelliten schnell und zuverlässig in eine erdnahe Umlaufbahn bringen - und das zu einem äußerst wettbewerbsfähigen Preis.

„Spaceflight hat Pionierarbeit geleistet und den Rideshare-Markt definiert. Wir freuen uns sehr, mit ihnen bei zukünftigen Starts zusammenzuarbeiten“, kommentiert Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer von RFA. „Zusammen mit Spaceflights Expertise bei Starts und Weltraumtransporten können wir der Branche mehr Flexibilität und Optionen für wettbewerbsfähige Starts in den nahen Erdorbit und darüber hinaus bieten.“

Die Raumfahrzeuge der Sherpa-Familie von Spaceflight sind darauf ausgelegt, die Entwicklungszeiten zu minimieren und gleichzeitig die Zuverlässigkeit des Startplans und die Missionssicherheit zu maximieren. Die modularen und flexiblen Transportvehikel fungieren nicht nur als Port-Expander, sondern überbrücken auch die Lücke zwischen dem Absetzpunkt einer Trägerrakete und dem endgültigen Zielorbit der Satelliten - sei es im LEO, in translunaren und niedrig-lunaren Umlaufbahnen oder darüber hinaus im geosynchronen äquatorialen Orbit (GEO). Neben der präzisen Einbringung in die Umlaufbahn unterstützen Sherpa OTVs das Hosting von Nutzlasten sowie Services im Weltraum, z. B. die Wartung von Raumfahrzeugen, die Entwicklung der Infrastruktur und die Eindämmung von Weltraumschrott.

Anfang dieses Monats startete Spaceflight erfolgreich Sherpa-LTC, sein chemisch angetriebenes OTV an Bord einer SpaceX Starlink-Mission. Der Sherpa-Antrieb mit hoher Schubkraft wurde erfolgreich von der Falcon 9 ausgeklinkt und zielt auf eine kreisförmige Umlaufbahn von 310 Kilometern, bevor er zündet und eine Kundennutzlast auf eine kreisförmige Umlaufbahn von 1.000 Kilometern transportiert. Zuvor hatte das Unternehmen im Jahr 2021 bereits 50 Nutzlasten von drei verschiedenen Sherpa OTVs aus gestartet und damit eine solide Erfolgsgeschichte mit dem Programm geschrieben.
www.rfa.space

 

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