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Wie eine Schweizer Brillenmanufaktur SLS 3D-Druck zur Herstellung hochwertiger Brillen einsetzt

Durch ihre hochwertige und extravagante Materialauswahl, penible Handarbeit und fortwährend neuen innovativen Ideen, setzten sich die Brillengestelle der Marcus Marienfeld AG von konventionellen Brillengestellen deutlich ab.

Inhaber Marcus Marienfeld ist schon seit seinen Jahren als Goldschmied stets auf der Suche nach Innovation und Herausforderung, wenn es um das Design und die Herstellung neuer Accessoires geht.

Zuletzt integrierte er mit dem Fuse 1 den SLS 3D-Druck in die Produktionslinie seiner Brillengestelle in seinem Schweizer Atelier. Dieser wird bei Marcus Marienfeld für den Druck von Endverbrauchsteilen sowie für das Rapid Tooling von Werkzeugen zum Formen von Titan genutzt.

In diesem Interview mit Marcus Marienfeld spricht er leidenschaftlich über seine ersten Schritte mit dem SLS 3D-Druck, die Vorteile, die er dadurch in der Serienfertigung und auch bei Spezialanfertigungen hat und wieso ihm das Nylonmaterial von Formlabs so zusagt.
Von der Goldschmiede zur Brillenmanufaktur

Marcus Marienfeld kam als Goldschmied in seine heutige Heimat, die Schweiz. Schnell hat er in seiner Branche das Potenzial gesehen, die herkömmlichen und meist veralteten Produktionstechniken zu verändern, ja sogar zu revolutionieren.

Seine Mission war es nicht nur Technologie in das Schmuckdesign einzubringen, sondern auch in dessen Produktion.

Angefangen hat er mit einem Unternehmen, welches sich mit der Entwicklung von Schmuckkollektionen beschäftigte. Das Besondere: Bei Marienfeld wurde schon immer so viel wie möglich in das eigene Haus geholt und von Hand gefertigt, von der Zeichnung über den Modellbau bis hin zur Umsetzung und Produktion.

So war ihm ebenfalls schnell klar, dass ihm die 3D-Drucktechnologien Türen zu modernen Produktionsverfahren öffnen, die sich bis heute auch nicht wieder geschlossen haben. Schon seit der Markteinführung des Form 1 im Jahr 2013 druckt Marienfeld mit Formlabs 3D-Druckern und erfindet sich und seine Produkte immer wieder neu.

Als Goldschmied nutze er zunächst lange den SLA 3D-Druck für das Rapid Prototyping von Schmuck und Accessoires, bevor die Entwürfe auf einer CNC Maschine programmiert wurden.

Heute verwendet Marienfeld vorrangig den SLS 3D-Druck in seinem Expertengebiet - der Brillenmanufaktur. So integriert sein Unternehmen zum einen das Formlabs Nylonmaterial in seine raffinierten und hochwertigen Brillengestellen, zum anderen nutzt das Unternehmen das Nylon 11 Powder aber auch für die Herstellung von individuellen Werkzeugen für seine Manufaktur.

“Meine Grundidee ist, dass alles autark funktionieren kann, um sehr genau auf Prozesse Einfluss nehmen zu können und stets flexibel zu bleiben. Ein 3D-Drucker den ich mir selbst ins Haus holen kann erfüllt genau diese Vision", Markus Marienfeld.

Seit diesem Jahr integriert die Marcus Marienfeld AG mithilfe ihres eigenen Fuse 1 SLS 3D-Druckers immer häufiger Nylon in die ausgefallene Materialauswahl ihrer Luxusbrillen. Diese reicht von Karbon und Titan über Büffelhorn bis hin zu dem Holz alter Barriquefässer.

“Unsere Brillen sind anders als die, die sonst da draußen sind”, so Marienfeld.

Mit dieser Ambition entschied er sich das Formlabs Material Nylon 11 Powder in seine Brillendesigns zu integrieren. Zunächst wurden viele unterschiedliche Entwürfe vorwiegend von Brillenfronten, gedruckt auf dem Fuse 1, im Marienfeld Atelier getestet. Vor Kurzem nutze man dessen Baukammer dann das erste Mal für eine Serie. Ganze 80 fertige Brillenfronten konnten in einem Druck in einer Zeitspanne von ca. 1,5 Tagen produziert werden.
Preform 80 Brillenfronten auf Fuse 1

Durch die Detailgenauigkeit der selektiven Lasersinterntechnologie und der nicht notwendigen Stützstrukturen eignet sich der Fuse 1 für genau solche filigranen Serienelemente, die später passgenau weiterverarbeitet werden sollen.
www.formlabs.com

 

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