07022020Do
Last updateMi, 01 Jul 2020 10am
>>

KI als Mittel der Erleuchtung

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Doch zur genauen Bedeutung – für den Menschen der Zukunft, für die Industrie, den Verkehr und die Sicherheit – gibt es unzählige verschiedene Aussagen und Prognosen. Besonders vielfältig und auch teilweise konträr gestalten sich hierzu die Meinungen von Experten: Neben den Ansätzen von Steven Hawking war es im letzten Jahr speziell ein Interview mit dem Tech-Visionär Elon Musk, das dieser Diskussion einen eher negativen Anstrich gab. Prisma-Analytics-Visionär und Vordenker Hardy Schloer äußert sich dazu im folgenden Statement:


Mit künstlicher Intelligenz das Erdsystem verstehen

Unsere Erde wird zunehmend bedroht durch eine wachsende Bevölkerung, das sich ändernde Klima und sich häufende Extremereignisse. Eine heute im Fachjournal „Nature“ veröffentlichte Studie von Jenaer und Hamburger Forschenden zeigt nun, dass Künstliche Intelligenz (KI) maßgeblich dabei helfen kann, das Klima und das Erdsystem besser zu verstehen. Das Wissenschaftsteam zeigt, dass insbesondere digitale Verfahren tiefen Lernens (Deep Learning) ihr Potenzial zum Verständnis der Erde bislang nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft haben. So lassen sich vor allem komplexe dynamische Prozesse wie z. B. Hurrikane, die Ausbreitung von Feuer und die Veränderung der Vegetation mit Hilfe von KI besser beschreiben. Im Ergebnis sollten Klima- und Erdsystemmodelle optimiert werden, wobei insbesondere neuartige Modelle, die KI mit physikalischer Modellierung verbinden, eine wichtige Rolle spielen werden.

KIT: Technikfolgen: Künstliche Intelligenz in der Medizin

Die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts gibt noch immer Rätsel auf. Künstliche Intelligenz könnte helfen, diese zu lösen. Neue therapeutische Ansätze für schwerwiegende Krankheiten scheinen möglich, genauso wie nichtmedizinische „Verbesserungen“ des Erbguts. Technikfolgenabschätzer des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchen gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) welche Anwendungen realistisch sind und vor welche ethischen Fragen sie die Gesellschaft stellen.

Neues Computersystem erkennt Persönlichkeit eines Menschen anhand seiner Augenbewegungen

Menschen erkennen Gesten und deuten Blicke blitzschnell und nahezu automatisch. Computer und Roboter schaffen dies nicht. Daher forschen Wissenschaftler weltweit daran, wie man die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Computer sozialer, effizienter und flexibler gestalten kann. Informatiker aus Saarbrücken und Stuttgart haben nun zusammen mit Psychologen aus Australien einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das von ihnen entwickelte Softwaresystem verarbeitet die Augenbewegungen einer Person, um zu berechnen, ob diese verletzlich, gesellig, verträglich, gewissenhaft oder neugierig ist.

Herstellung von Keramikfolien präzise simulieren

Unten – makroskopische Simulation: Stromlinien während des Gießprozesses, bei dem der Keramikschlicker rechts eingefüllt wird und links unten als Folie den Gießkasten verlässt. Oben – mikroskopische Simulation: Ausrichtung der Keramikpartikel an zwei Stellen im Prozess. © Fraunhofer IWMHersteller von Keramikfolien sind bislang auf ihre Erfahrung angewiesen, wenn sie die Eigenschaften der Folien einstellen. Nun hilft erstmalig eine Kombination von makro- und mikroskopischer Simulation: Diese sagt vorher, wie der Ausgangsstoff durch die Maschine fließt und berechnet die Ausrichtung der Keramikteilchen.

Künstliche Hüftgelenke präzise anpassen

Bekommt ein Patient eine neue Hüfte, wird diese bislang nur grob an die Beinlänge angepasst – es mangelt an den genauen Messverfahren sowie an einstellbaren Implantaten. Eine neuartige Messmethode und ein modulares Implantat erlauben es den Ärzten künftig, die Beinlänge nach der Operation exakt wieder in die ursprüngliche Länge zu bringen. Auf der Messe Medtec vom 21.- 23. April in Stuttgart stellen die Forscher ihre Entwicklung vor (Halle 7, Stand B04).

SPANNUNG IN DER FORSCHUNG: Piezoelektrische Effekte zur Unterdrückung von Materialspannungen

Das Auftreten elektrischer Spannungen bei Verformungen zeichnet piezoelektrische Materialien aus – ein Effekt, der sich auch für die Vermeidung von mechanischen Spannungen in speziellen Materialien nutzen lässt. Ein aktuelles Projekt des Wissenschaftsfonds FWF leistet jetzt einen grundlegenden Beitrag zur Optimierung dieser "intelligenten Materialien".

Oberflächenmodifizierte Nanopartikel ermöglichen Beschichtungen mit kombinierten Eigenschaften

Die fertigende und verarbeitende Industrie fordert für ihre End- und Zulieferprodukte hohe und gleichbleibende Qualitäten. Zumeist werden an die Eigenschaften dieser Waren spezielle Ansprüche gestellt. Besonders die Oberflächen von Werkstücken oder Formteilen müssen je nach Industriezweig unterschiedliche und gleichzeitig mehrere Funktionen erfüllen. So sind beispielsweise geringe Abnutzung, gleichbleibendes Aussehen, Kratzfestigkeit, Schlagfestigkeit oder UV - Stabilität gefragt.


  • Latest Post

  • Most Read

  • Twitter

Who's Online

Aktuell sind 1434 Gäste und ein Mitglied online

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.