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Legendäre Gruber Library im zukünftigen PhotoBookMuseum zu erleben

Als weltweit einziges Museum seiner Art konnte das PhotoBook- Museum gUG dank der ZeroFourFoundation gGmbH die „Gruber Library: Die Fotobuchsammlung von Renate und L. Fritz Gruber“ für seinen neuen Standort in Köln sichern.

Dort wird diese internationale Sammlung mit circa 5.000 Fotobüchern, Ausstellungskatalogen, Pressepublikationen und Ephemera langfristig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie ist auf diesem Gebiet eine der bedeutendsten Sammlungen Europas. Diese Zusammenar- beit macht es möglich, dass die „Gruber Library: Die Fotobuch- sammlung von Renate und L. Fritz Gruber“ konservatorisch gesi- chert, wissenschaftlich erschlossen und in ihrer Gänze erhalten bleibt. Der Bestand wird dauerhaft mit dem Namen Gruber ver- bunden bleiben. In einem Festakt am 19. August 2021 gibt Renate Gruber die Übergabe und Zusammenarbeit offiziell bekannt.
Der 19. August 1839 gilt als die „Geburtsstunde der Fotogra e“. Denn
an diesem Datum wurde in Paris eines der ersten fotogra schen Verfah- ren, die Daguerreotypie, zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Deshalb
lud das Kölner Sammlerehepaar Renate und L. Fritz Gruber während vieler Jahre am 19. August in das Haus Gruber in Köln-Braunsfeld ein und prägte dadurch maßgeblich den Begriff des „Geburtstags der Fotogra e“. Ein An- lass, zu dem Foto-, Literatur- und Kulturschaffende aus aller Welt anreisten. Auch deswegen wurde das Haus Gruber zu einem zentralen Treffpunkt der internationalen Fotoszene.
Offenes Haus für die Fotogra e
Nach dem Tod ihres Mannes 2005 führte Renate Gruber die Tradition des offenen Hauses weiter – dieses Jahr ist es wieder so weit. Nicht nur der „Geburtstag der Fotogra e“ wird gefeiert: Die „Gruber Library: Die Foto- buchsammlung Renate und L. Fritz Gruber“ kann als nationales Kulturerbe erhalten und im PhotoBookMuseum zukünftig für die Öffentlichkeit zu- gänglich gemacht werden. Der Bestand gibt unschätzbare Einblicke in die Entfaltung der Fotogra e im 20. Jahrhundert.
Genese der Gruber Library
Die Grubersche Bibliothek ist einzigartig, denn das Kölner Ehepaar erwarb die Werke nicht nach ihrem Kapitalwert, sondern sie entwickelte sich aus den globalen Arbeitsbeziehungen des Hauses Gruber mit Fotograf*innen, Kurator*innen, Wissenschaftler*innen und Autor*innen. Bei vielen Bänden handelt es sich um Schenkungen von befreundeten Fotograf*innen mit sehr persönlichen Widmungen anlässlich von Einladungen ins Haus des Ehepaars. Ein großer Teil dieser Arbeitsbibliothek besteht aus Fotobüchern – ein Format, dessen Bedeutung noch immer unterschätzt wird, doch das seit den Anfängen des Mediums für viele Fotograf*innen eine wichtige Aus- drucksweise ist.
Fester Standort für das PhotoBookMuseum
Der Bedeutung des Fotobuchs hat sich das PhotoBookMuseum verschrieben. Initiiert von Markus Schaden und Frederic Lezmi, ist das Museum
seit 2014 fester Bestandteil der Kölner und der internationalen Szene der Fotogra e. Es ist weltweit das einzige Museum, das sich gänzlich dem Fotobuch widmet und dieses Format einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Bisher ein mobiles Museum, ist das PhotoBookMuseum aktuell in intensiven Gesprächen mit dem Kölner Kulturamt über einen geeigneten festen Standort. Dort wird die Gruber Library mit Unterstützung der ZeroFourFoundation räumlich wie digital inszeniert werden. „Ideale Voraus- setzungen für den Zugang zum Gruberschen Universum sind damit geschaf- fen“, erklärt Markus Schaden.
Zusammenarbeit mit der ZeroFourFoundation
Das PhotoBookMuseum wird bei der Arbeit mit der Sammlung ganz in Gruberscher Tradition auf die Weiterentwicklung fotogra scher Netzwerke setzen, die Öffentlichkeit mit einbeziehen und global wie regional innovative Kooperationen mit anderen Kulturorganisationen eingehen. Die ZeroFour- Foundation hat die Sammlung angekauft und wird sie dem PhotoBook- Museum zur musealen Vermittlung zur Verfügung stellen. Die Berliner Neugründung hat es sich zur Aufgabe gemacht, visuelle Kunst und Kultur zu fördern. Dabei liegen ihre Schwerpunkte auf der Förderung von wissen- schaftlicher Forschung, Diversität und Interdisziplinarität in den visuellen Künsten. Digitale und auch kritische Inhalte sind aus der Zusammenarbeit mit dem PhotoBookMuseum zu erwarten – ein Ansatz ganz im Sinne von Renate und L. Fritz Gruber.
www.thephotobookmuseum.com

 

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