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Ergebnisse für das erste Halbjahr 2020 Der Covid-19-Lockdown hat sich im ersten Halbjahr 2020 negativ auf die finanziellen Ergebnisse der Bobst Group ausgewirkt

Covid-19-Lockdown hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Ergebnisse der Bobst Group im ersten Halbjahr 2020.

Die Umsätze sanken gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 29%.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich auf CHF -25.1 Millionen gegenüber CHF 14.8 Millionen in 2019.
Das Nettoergebnis betrug CHF -30.0 Millionen im Vergleich zu CHF 7.4 Millionen in 2019.
Der Auftragseingang war 21% und der Auftragsbestand 10% niedriger als im Vorjahr.
Trotz bleibender Ungewissheiten wird eine bessere zweite Jahreshälfte erwartet.

Die Ausbreitung von Covid-19 hatte im ersten Halbjahr 2020 erhebliche Auswirkungen auf die Zahlen der Bobst Group. Die Bobst Group verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 einen Umsatz von CHF 523.8 Millionen, verglichen mit CHF 736.8 Millionen im ersten Halbjahr 2019. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf CHF -25.1 Millionen gegenüber CHF 14.8 Millionen in 2019. Das Nettoergebnis sank von CHF 7.4 Millionen im Vorjahr auf CHF 30.0 Millionen. Der Auftragseingang ging um 21% zurück und der Auftragsbestand liegt 10% unter dem des Vorjahres.
Trotz der bleibenden Ungewissheiten rechnet die Gruppe im zweiten Halbjahr 2020 mit einer Verbesserung ihrer Ergebnisse, die aber unter dem im zweiten Halbjahr 2019 erreichten Niveau liegen dürften.
Die Bobst Gruppe passt ihre Organisationsstruktur an, um die im Juni präsentierte neue Branchenvision für die Zukunft der Verpackungsindustrie zu implementieren. Die beiden Maschinen-Geschäftsbereiche werden zusammengelegt und die Konzernleitung wurde von fünf auf vier Mitglieder verkleinert.

In der ersten Jahreshälfte 2020 betrug der Konzernumsatz CHF 523.8 Millionen. Das sind CHF 213.0 Millionen oder 28.9% weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Volumen- und Preisschwankungen hatten negative Auswirkungen in Höhe von CHF 199.2 Millionen oder -27.0%.
Die Wechselkurse beeinflussten den Umsatz mit insgesamt CHF 23.9 Millionen negativ. Die Entwicklung aufgrund der Umrechnung von Fremdwährungen für die Konsolidierung wirkt sich mit CHF -21.4 Millionen oder -2.9% aus, und die transaktionsbedingten Auswirkungen auf das Umsatzvolumen aus unseren schweizerischen Geschäften machen CHF -2.5 Millionen oder -0.3% aus.
Eine Verbesserung in Höhe von CHF 10.1 Millionen oder +1.4% ergab sich aus der Änderung des Konsolidierungskreises nach Übernahme der beiden Unternehmen Yancheng Hongjing Machinery Technology Co., Ltd, Dongtai, China, am 6. Januar 2020 und CITO-SYSTEM GmbH, Schwaig, Deutschland, am 8. April 2020.

Der Rückgang des konsolidierten Umsatzes ist zum Teil auf den geringeren Auftragsbestand zu Beginn des Jahres und auf den niedrigeren Auftragseingang im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 zurückzuführen, hauptsächlich aber auf die Folgen des Lockdowns aufgrund von Covid 19. Die meisten Maschineninstallationen und Service-Einsätze, die für das zweite Quartal 2020 geplant waren, konnten aufgrund von Reiseverboten nicht wie vorgesehen realisiert werden. Das hat sich erheblich auf die Umsatzbuchungen ausgewirkt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF -25.1 Millionen, verglichen mit CHF 14.8 Millionen im gleichen Zeitraum 2019. Der Covid-19-Lockdown hat zu einer geringeren Auslastung der Produktionskapazitäten und zu erheblich niedrigeren Umsätzen geführt als im gleichen Zeitraum 2019. Damit verringerte sich auch das Betriebsergebnis (EBIT). Massnahmen wie Kurzarbeit, Einstellungs-Stopp, Kostenreduzierung und Kostendämpfung haben die negativen Folgen der Covid-19-Pandemie verringert, konnten aber die negativen Auswirkungen bei Weitem nicht ausgleichen.

Im Geschäftsbereich Sheet-fed sank das Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 12.1 Millionen im ersten Halbjahr 2019 auf CHF -17.4 Millionen im ersten Halbjahr 2020. Der in der ersten Jahreshälfte deutlich niedrigere Umsatz und eine geringere Auslastung der Produktionskapazitäten infolge des Lockdowns haben zu diesem niedrigeren Betriebsergebnis (EBIT) geführt.
Das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs Web-fed betrug in der ersten Jahreshälfte 2020 CHF 27.0 Millionen gegenüber CHF -21.4 Millionen in der ersten Jahreshälfte 2019. Die 2018 gestartete Qualitätskampagne und die neuen Produkte, die in den letzten zwei Jahren auf den Markt gekommen sind, zeigten vielversprechende Resultate. Der Geschäftsbereich Web-fed litt besonders unter dem Lockdown, da die meisten seiner Aussendiensttechniker in Europa basiert sind und nicht reisen konnten, um Maschinen zu installieren.
Der Geschäftsbereich Services war weniger von der Covid-19-Pandemie betroffen, da sich die Ersatzteil-Lieferkette als sehr effizient und stabil erwiesen hat und ein Teil der Service-Einsätze sowie der technischen Unterstützung per Remote-Support ausgeführt werden konnten. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs lag in der ersten Jahreshälfte CHF 2020 bei 20.2 Millionen verglichen mit CHF 25.3 Millionen im gleichen Zeitraum 2019.

Das Nettoergebnis belief sich auf CHF -30.0 Millionen gegenüber CHF 7.4 Millionen in 2019. Der Rückgang des Nettoergebnisses liegt hauptsächlich am niedrigeren Betriebsergebnis (EBIT) und den niedrigeren Ergebnissen der assoziierten Unternehmen.
Die Nettoverschuldung stieg von CHF 58.6 Millionen Ende 2019 auf CHF 153.2 Millionen. Das liegt hauptsächlich an dem im ersten Halbjahr des Jahres erzielten Verlust, an den gezahlten Dividenden, dem üblichen Anstieg bei unfertigen Erzeugnissen für Maschinen, die im zweiten Halbjahr in Rechnung gestellt werden, sowie dem Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an der Yancheng Hongjing Machinery Technology Co. und an der CITO-SYSTEM GmbH. Das konsolidierte Eigenkapital erreichte 29.2% der Bilanzsumme gegenüber 36.7% Ende 2019. Der Rückgang des Eigenkapitalanteils ist auf den Halbjahresverlust und eine vorübergehende Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen, da im Februar des Berichtsjahrs eine Anleihe in Höhe von CHF 200 Millionen ausgegeben wurde, um die Rückzahlung der Anleihe in Höhe von CHF 150 Millionen im September 2020 zu antizipieren.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND AUSBLICK FÜR DIE EINZELNEN GESCHÄFTSBEREICHE

Geschäftsbereich Sheet-fed
Die Bestellungen des ersten Halbjahres wurden von Covid-19 und der ungewissen Weltwirtschaftslage beeinträchtigt und lag 31% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Trotz dieser Situation haben die meisten entwickelten Märkte Aufträge erteilt, die unseren Erwartungen entsprachen. Das hat aber nicht die stark negativen Folgen auf das Geschäft ausgleichen können, die in mehreren aufstrebenden Märkten zu verzeichnen waren. Im ersten Halbjahr war das Geschäft im Marktsegment Faltschachteln aktiver als in den Bereichen Wellpappe und Kaschieren.
Der Umsatz sank im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 35%, da der Auftragsbestand zu Beginn des Jahres niedriger als 2019 war und während des Lockdowns keine Maschinen ausgeliefert werden konnten. Die während des Lockdowns kumulierten Verzögerungen hatten für unsere Lieferkette schwerwiegende Folgen, die in der zweiten Jahreshälfte 2020 nicht vollständig aufgeholt werden können.
Seit Mai registrieren wir sowohl in den aufstrebenden als auch in den entwickelten Märkten eine vielversprechende Zunahme offener Projekte. Hinsichtlich der Bestellungen hat sich der Ausblick auf das Jahresende verbessert. Dennoch gibt es mit Blick auf die kommenden Monate nach wie vor viel Ungewissheit, die sich auf das Jahresergebnis auswirken könnte.

Geschäftsbereich Web-fed
Eine bedeutende Zahl von Anlagen-Lieferungen und -Installationen mussten im ersten Halbjahr aufgrund der Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie und der vorübergehenden Schliessung unserer Standorte sowie der Werke unserer Kunden verschoben werden. Es wird davon ausgegangen, dass im zweiten Halbjahr eine beachtliche Zahl von Auslieferungen nachgeholt und eine beträchtliche Umsatzsteigerung erreicht werden können. Dennoch wird erwartet, dass der Gesamtjahresumsatz 2020 unter dem des Vorjahres liegen wird.

Während sich der chinesische Markt nach dem Covid-19-Lockdown schnell erholt hat, haben andere Märkte ihre Investitionen in Anlagen gedrosselt. Da die Pandemie jedoch eine starke Nachfrage nach Verpackungen in Marktsegmenten mit hohem Konsum wie Lebensmittel, Arzneimittel, Reinigungsmittel und Körperpflegeprodukte ausgelöst hat, werden sich die Marktaktivitäten in der zweiten Jahreshälfte eventuell erheblich entwickeln. Da einige Marktakteure stark von der gegenwärtig instabilen wirtschaftlichen Situation betroffen sind, legen Kunden möglicherweise grösseren Wert auf die Wahl eines soliden Geschäftspartners.
Die neue Strategie der Bobst Group sieht weniger Teilnahmen an Fachmessen vor. Vor diesem Hintergrund wurden verschiedene virtuelle Veranstaltungen organisiert, um unsere neuen Lösungen auf den Markt zu bringen und zu bewerben.

Geschäftsbereich Services
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Services lag 10% unter dem Umsatz im gleichen Zeitraum 2019 (ohne die Übernahme von CITO). Ab der zweiten Märzhälfte wirkte sich die Ausbreitung von Covid-19 auf das Geschäftsvolumen aus und der Umsatz ging sowohl im Ersatzteil- als auch im Service-Geschäft zurück, da die Mobilität der Aussendiensttechniker stark eingeschränkt war. Am stärksten waren die Märkte in Asien betroffen, und China verzeichnete den stärksten Rückgang in der Region. Europa und Nordamerika zeigten sich widerstandsfähiger und litten nicht so stark unter den Folgen.
Der Geschäftsbereich Services erwartet, dass sich die Nachfrage in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 nach und nach normalisiert, sofern sich die globale Gesundheitssituation in seinen wichtigsten Regionen und Märkten (insbesondere in Nordamerika) nicht weiter verschlechtert. Der Geschäftsbereich Services wird die Kunden trotz der schwierigen Bedingungen weiter unterstützen und das zu beobachtende hohe Niveau an Kundenzufriedenheit aufrechterhalten. Der Fokus liegt deshalb für den verbleibenden Teil des Jahres 2020 darauf, die Lieferkette für Ersatzteile zu sichern und die Service-Einsätze weiter zu optimieren, wo möglich auch in Form von Remote-Einsätzen. Parallel dazu wird der Geschäftsbereich Services weiter die Digitalisierung seiner Aktivitäten und die Integration des kürzlich übernommenen Unternehmens CITO verfolgen.

AUSBLICK AUF DIE ZWEITE JAHRESHÄLFTE 2020
Im Juni hat BOBST seine neue Vision für die Verpackungsindustrie präsentiert sowie eine Reihe neuer Maschinen und Lösungen präsentiert. Die Vision von BOBST formt eine neue Realität, in der Vernetzung, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit die Eckpunkte der Verpackungsherstellung sind. BOBST liefert weiterhin marktbeste Maschinen und ergänzt sein Portfolio jetzt um zusätzliche Intelligenz, Software-Möglichkeiten sowie cloud-basierte Plattformen, um die Verpackungsherstellung besser denn je zu machen. Im Mittelpunkt dieser Vision steht mit BOBST Connect eine cloud-basierte offene Architektur, die Lösungen für Druckvorstufe, Produktion, Prozessoptimierung, Wartung und den Zugang zu Märkten umfasst. Sie gewährleistet einen effizienten Datenfluss zwischen der digitalen und der physikalischen Welt. Sie wird den gesamten Produktionsprozess orchestrieren – von den PDF-Dateien der Kunden bis hin zu den fertigen Produkten.
Um diese neue Vision zu implementieren, passt die Bobst Group ihre Organisationsstruktur an. Die Konzernleitung wurde von fünf auf vier Mitglieder verkleinert und die beiden Maschinen-Geschäftsbereiche werden zusammengelegt. Stephan März, der bereits den Geschäftsbereich Web-fed leitet, wird die neue Geschäftseinheit führen. Julien Laran wird weiterhin die Geschäftseinheit Services leiten. Diese Veränderung wird die Organisationsstruktur der Gruppe vereinfachen und dazu beitragen, dass sie ihre langfristigen finanziellen Ziele erreicht.
Angesichts der Covid-19-Pandemie bleibt in unseren relevanten Märkten eine grosse Ungewissheit. Bleiben die Grenzen zwischen den Ländern geöffnet und nimmt der Flugverkehr seinen Betrieb wieder in grösserem Umfang auf, rechnet die Gruppe in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit einem erheblich höheren Niveau als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Es wird jedoch nicht möglich sein, die gleichen Ergebnisse zu erreichen wie im zweiten Halbjahr 2019, da einige Beschränkungen durch die Pandemiesituation andauern werden.

Die langfristigen finanziellen Ziele von mindestens 8% Betriebsergebnis (EBIT) und mindestens 20% Kapitalrendite (ROCE) müssen vielleicht der Entwicklung der Weltwirtschaft entsprechend angepasst werden.
www.bobst.com

 

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