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Last updateFr, 27 Nov 2020 2pm
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Bayerische Druckindustrie trotzt der Krise und spürt leichten Aufwärtstrend

Druckunternehmer diskutieren auf der Jahrestagung des Verbandes Druck und Medien Bayern (VDMB) die Folgen der Corona-Krise; Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel als wichtige Zukunftsthemen

Die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise und die wirtschaftlichen Perspekti- ven der bayerischen Druck- und Medienunternehmen waren die zentralen Themen auf der Jahrestagung 2020 des VDMB in Aschheim. Die Veranstaltung fand unter strengen Auflagen und mit einem umfassenden Hygienekonzept statt.
Die Unternehmen der Druck- und Medienbranche traf die Krise mit leichter Zeitverzögerung, doch nach Abarbeiten der noch vorhandenen Aufträge brach das Auftragsvolumen bei fast allen Betrieben dramatisch ein. 94 % der Unternehmen waren von Corona-bedingten Auftragsrückgängen betroffen, 75 % sogar stark. Spätestens mit dem Einbruch des Werbemarktes sahen sich viele Druck- und Me- dienunternehmen existenziell bedroht. „Diese Ausnahmesituation war für viele unserer Unternehmen außerordentlich schwierig, konnte aber dank der unbüro- kratischen finanziellen Hilfen und dem bewährten Mittel der Kurzarbeit weitge- hend überstanden werden“, würdigte Christoph Schleunung, Landesvorsitzender des VDMB, das Krisenmanagement der Politik in Bayern und Berlin.
Ein Blick auf wichtige Wirtschaftsindikatoren macht gegenwärtig jedoch Hoff- nung. Im Vergleich zur Finanzkrise 2008 begann die Erholung der Wirtschaft schneller und stärker, sodass führende Forschungsinstitute für das Jahr 2021 schon wieder von einem Wachstum ausgehen. Bertram Brossardt, Hauptge- schäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, betonte, dass die wirt- schaftlichen Probleme noch tief in das nächste Jahr reichen werden. „Jedoch stim- men uns die ersten Anzeichen für den Beginn des wirtschaftliche Aufholprozesses hoffnungsvoll. Wir brauchen Tatkraft und Zuversicht, wenn wir die Krise hinter uns lassen und einem neuen Aufschwung Schub verleihen wollen“, so Brossardt.
Schleunung mahnte die Unternehmer, über die Corona-Krise hinaus die strategi- schen Zukunftsfragen der Branche nicht aus den Augen zu verlieren. So habe die Krise in allen Bereichen der Gesellschaft einen regelrechten Digitalisierungsschub ausgelöst. Auch Druckunternehmen hätten davon in ihrer Kundenkommunika- tion und Mitarbeiterorganisation profitiert. Dies gelte es kraftvoll auszubauen. Auch das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit dränge mit großem Nach- druck wieder zurück auf die politische Agenda. „Hier müssen wir noch viel Infor- mationsarbeit leisten, um die Nachhaltigkeit und umweltverträgliche Produktion von Printprodukten herauszustellen“, so Schleunung. Kritisch blickte er auf die aktuelle Entwicklung auf den Ausbildungsmärkten. „Wir dürfen trotz Corona das Thema Ausbildung nicht vernachlässigen. Der Nachwuchs ist das beste Mittel, um dem drohenden Fachkräftemangel in unserer Branche wirkungsvoll zu begeg- nen“, gab er den Druck- und Medienunternehmern mit auf den Weg.
www.vdmb.de

 

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