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Green Packaging Star Award

“NEW PACKAGEING“ lautete das Motto des heurigen ECR Tages, dem großen jährlichen Branchentreff in Wien, bei dem sich Teilnehmer der gesamten Wertschöpfungskette treffen. Passend zum diesjährigen Schwerpunkt wurde die Verpackung aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet, wobei der Fokus auf die vielfältigen Möglichkeiten für die Zukunft gesetzt wurde. Rund 400 Teilnehmer waren bei dem Event in der Pyramide/Vösendorf dabei und erlebten nach der von Armin Wolf geleiteten Podiumsdiskussion auch die heurige Verleihung des Green Packaging Star Awards®.

 

Der Green Packaging Star Award zeichnete heuer bereits zum elften Mal umweltfreundliche Verpackungen sowie verpackungsrelevante Verbesserungen betrieblicher Prozesse in Produktion, Logistik und Distribution, bei denen Umweltaspekte im Vordergrund stehen, aus.
Die Jury (Juryvorsitz DI Dr. Johannes Bergmair/General Secretary/WPO sowie Geschäftsführer von Packforce Austria) zeichnete heuer 5 der zahlreichen Einreichungen mit einem „Green Star“ aus. Ebenfalls wieder vergeben wurde der Sonderpreis der ARA. Der ARA Sonderpreis wurde von ARAplus Geschäftsführer Dr. Hauke übergeben. Alle Sieger sowie die nominierten zum Green Packaging Star Award® sind auch berechtigt beim den World Star Awards einzureichen. (Bis jetzt hatten die Einreicher der „Green Stars“ eine sensationelle Siegerquote.) KOMPACK als Erfinder und Mitveranstalter des „Green Stars“ drückt den ausgezeichneten Firmen natürlich die Daumen auch bei dem weltweit wichtigsten Verpackungspreis wieder punkten zu können.
Preisträger:
Rubrik: Transportverpackung
Intelligenter Kantenschutz/Smurfit Kappa
Interwell GmbH & Co KG
Die Traditionsmarke Stroh GmbH aus Klagenfurt ist Produzent von Spirituosen und suchte nach einer Innovation im Palettierprozess. Ziel des gemeinsamen Projekts war die Entwicklung eines brandneuen, nachhaltigen Kantenschutzes zum besten Schutz der Spirituosen-Kartons auf der Palette, bei gleichzeitiger Zeitersparnis im Palettierprozess .
Optimierter Materialeinsatz – Stichwort: Ökologischer Fußabdruck (Wellpappe statt Vollpappe bzw. Kunststoff) Optimaler Produktschutz (Kantenlänge=10cm, Standardprodukte haben nur 5cm Kantenlänge) Einfaches und zeitsparendes Handling dank intelligentem Design (Arretierfunktion, selbsthaltend, Höhe adaptierbar) Optimierung in der Wertschöpfungskette (Produktion, Transport & Lagerung – nur ein, flachliegender Teil) Bestmögliche Sicherheit für das Personal (gefährliche Schneidetätigkeiten zur Höhenanpassung entfallen) Total neues Marktsegment. „Durch mehr Effizienz im Palettierprozess können jährliche Einsparung in der Höhe von 33.000 EUR für unseren Kunden lukriert werden.“ erklärt Michael J. Paar/Smurfit Kappa interwell GmbH&Co KG
Rubrik: Umweltfreundlicher Produktionsprozess
Einstofftube/Pirlo Tubes GmbH -
Pirlo tubes hat mit dem Hauptfokus der Ressourceneinsparung eine Laminattube entwickelt die dem übergeordneten Anspruch einer nahezu 100% Recyclingfähigkeit gerecht wird, entwickelt. Pirlo hat eine Laminattube aus PP entwickelt, die von „Kopf bis Fuß“ aus PP besteht.
Sowohl der Tubenkörper als auch der Verschluss bestehen aus PP. Selbst die letzte noch fehlende Komponente, die Tubenschulter, konnte das Kufsteiner Unternehmen mit einem seiner Partner lösen.
Darüber hinaus wird auch hier mit Hilfe der langjährigen Erfahrung des Unternehmens in Druck und Kaschierung ein optimaler Schutz des Füllgutes erreicht, so dass Migration beziehungsweise Kontaminationsrisiken hier kein Thema sind.
Frank Hofer erklärt: „Ein großes Problem bei der Verwendung verschiedener Farben und Lacke (wie z.B. Softtouch oder Matt) liegt nicht allein beim Risiko einer Migration durch die Verpackung, sondern vielmehr beim Druckprozess selbst. Nicht vernetzte/getrocknete Bestandteile von Druckfarbe und Lack können beim Aufwickeln des Laminats auf die produktberührende Seite übertragen werden und so im schlimmsten Fall das Füllgut kontaminieren. Mit Hilfe einer Folienkaschierung, die wir noch vor dem Aufwickeln aufbringen, umgehen wir dieses Risiko und können dadurch gewähren, dass unsere Tuben auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie bedenkenlos eingesetzt werden können.“
Der Endverbraucher profitiert hierbei von einer anwenderfreundlichen, funktionellen und optisch ansprechenden Verpackungslösung.
Rubrik:
Umweltfreundliche Firmenphilosophie
Honiggläser im Kartonrahmen/INSIGNIS-Etiketten und Vertriebs GmbH www.insignis.at und
SL Design
Verpackungen sind nicht nur was fürs Auge. Gerade bei Lebensmitteln erfüllen sie wesentliche Aufgaben: Sie schützen die Produkte und ihre wertvollen Inhaltstoffe und helfen dabei, sie unbeschadet zu transportieren.
Als Teil des Markenauftritts von BienenFink wurden für drei Größen Honiggläser, Kartonrahmen als Verpackung entwickelt. Diese sind aus Kraftkarton produziert, dessen braune Innenseite nach außen gekehrt, das Produkt „Österreichischen BIO Honig“, auch inhaltlich transportiert. Bei dieser Verpackungskonstruktion vertraute das Team von Insignis der Erfahrung von Susanne Lippitsch/SL Design. Der Rahmen erzielt bei minimalem Materialaufwand maximalen Nutzen und Effekt. Das Honigglas wird schwebend eingefasst und vor Bruch und Licht geschützt.
Die Verpackung alleine war aber nicht der Grund für diese Auszeichnung: Um der aktuellen Entwicklung des ansteigenden Bienensterbens und den Verlust der Biodiversität selbst etwas entgegenwirken zu können, schloss sich INSIGNIS im April 2019 mit Bio-Imker Georg Fink (BienenFink) zusammen und installierte fünf Bienenstöcke direkt am hauseigenen Firmenparkplatz. So fanden 90.000 Bienen ein neues Zuhause inmitten der Gerwerbezone Inzersdorf und integrierten sich rasch am grüne Stadtrand Wiens. Gleichzeitig wird hier auch in eine Photovoltaikanlage investiert.
Ing. Ferdinand Hager hat mittlerweile auch beim Büro im 13. Bezirk und zu Hause weitere Bienenvölker angesiedelt. Mit 108 kg wertvollem Ertrag versüßten die Bienen Insignis den Alltag intern und verschafften ein hochwertiges Weihnachtspräsent für Kunden und Partner. Dem Aufwand zur Produktion des wertvollen Bio-Honigs entsprechend, hatte INSIGNIS auch besondere Anforderungen an seine Honigverpackung. Sie sollte schützend, recycelbar und einzigartig sein.
Etikettenproduktion: Nach Abstimmung des Grafik Designs, gemeinsam mit Jo Santos (Nea Design), viel rasch die Entscheidung bezüglich der Materialwahl für die Deckel- und Bauchetiketten des Bio-Honigs. So wurde ein weißes, ungestrichenes, mattes holzfreies Apfelpapier, das aussieht und sich anfühlt wie handgeschöpft gewählt. Es ist nassfest. hat eine pilzhemmende Behandlung und vor allem recyclebar. Das Obermaterial ist aus FSC-zertifiziertem, fairtrade Papier hergestellt.
Rubrik: Produkt
Ableger-Lebendversandkarton von Bienenvölkern & Königinnen/
Mosburger GmbH
Im Jahr 2018 wurden, beim Versenden von Bienenvölkern, verschiedene bestehende, Verpackungen mit Sensoren ausgestattet und getestet. Dabei wurde deutlich, dass beim Versand von lebenden Bienen, die Unterdimensionierung und die miserable Belüftung der Packmittel ein Hindernis darstellten.
Das von Mosburger gemeinsam mit dem Kunden, Firma Biene Burgenland GmbH, definierte Ziel der Verpackungsentwicklung war daher, die Erstellung einer Wellpappe-Verpackungslösung, mit deren Hilfe gesamte Bienenkolonien, sicher und zuverlässig, per Paketdienst versendet werden können.
Anforderungen an die Verpackung:
• Die Verpackungslösung muss den unbeschadeten Lebendversand von Bienenvölkern garantieren
• Versand per Paketdienst – Bezug von Bienen über einen Online-Marktplatz über den Imker Bienen kaufen und verkaufen können
• Wirtschaftliche Aufzucht von Ablegern muss gewährleistet sein (Outdoor geeignet)
• Gesamtlösung: Aufzucht- und Versandkarton in einem (2 in 1 Lösung)
• Für alle gängigen Ableger-Rahmenformate passend
• Ideale Belüftung und stabile Temperaturverhältnisse
• Einfache Montage und Handling
• Schutz vor Umwelteinflüssen und Beschädigungen von Außen
• Platzsparend lagerbar (gefaltet)
• Verpackung und Versand der Bienen soll ausschließlich mithilfe von Wellpappe ermöglicht werden - Kein Einsatz von Verbundmaterialien
• 100% recyclebar
Wie eingangs erwähnt, lag die Herausforderung bei der Entwicklung von möglichen Verpackungskonzepten daran, dass gesamte Bienenkolonien – lebend – versendet werden. Nach zahlreichen Tests mit bestehenden Bienenversandverpackungen musste leider festgestellt werden, dass ein Großteil der versendeten Tiere, aufgrund von Platzmangel und Hitze, verendeten.
Durch die „2 in 1“ Lösung – die Aufzuchtverpackung und der Transportkarton bilden eine Einheit – wird sichergestellt, dass alle Bienen sich auch während des Versandes bewegen und die Verpackung „erkunden“ können. Der Transportkarton wurde bewusst größer dimensioniert, weswegen die kleinere Aufzuchtverpackung mithilfe eines Fachwerks & Steges fixiert wird. Dies hilft auch dabei, die Temperatur während des Transportes zu stabilisieren (Luftpolster).
Vorteilhaft ist auch der Fakt, dass die Ablagebildung direkt - in der dafür vorgesehenen Aufzuchtverpackung – erfolgt. Dies bedeutet, dass die Bienenvölker in gewohnter Umgebung versendet werden können. Dieser Umstand soll den Stress beim Versand der Bienen deutlich reduzieren und die Überlebenschancen steigern. Ein weiterer Vorteil des Verpackungskonzeptes ist die Flexibilität betreffend verschiedener Rahmengrößen (Bienen-Ableger). Die Aufzuchtbox wurde für alle gängigen Ableger-Rahmengrößen konstruiert und ist somit variabel einsetzbar.
Kategorie: Save Food
DCA Behälter/EuroBox
Der Frische-Hit für Obst- und Gemüseproduzenten - maximaler Erhalt von Gewicht und Aroma, Verkauf als Frischware außerhalb der Saison zum besten erzielbaren Preis oder die Verarbeitung, wenn Kapazitäten vorhanden und die Nachfrage gut ist – das sind nur einige der Vorteile der Lagerung von vielen Obst- und Gemüsesorten im DCA-Behälter von EuroBox, dem Logistik- und Lagerspezialisten aus Theresienfeld in Niederösterreich.
DCA steht dabei für „dynamisch kontrollierte Atmosphäre“ und für diese sorgt in Inneren der Lagerbehälter von EuroBox ganz biologisch und ohne jede Gaszufuhr von außen die Lagerware selbst. Für den kontrollierten Gasaustausch mit der Umgebung sorgt eine spezielle Folie, mit der der Deckel des Lagerbehälters ausgestattet ist. Die Lagerung von Obst und Gemüse unter „kontrollierter Atmosphäre“ im Kühlhaus bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt ist gang und gebe. Da der Aufwand für den Betrieb eines derartigen Lagers außerordentlich hoch ist, rentiert sich diese Lagerform nur bei sehr großen Mengen. Und selbst dann sind Aroma- und vor allem Gewichtsverluste nicht zu vermeiden. Bei dieser Art der Kühlhauslagerung muss man damit rechnen, dass 10 Prozent des Gewichts bei Obst und Gemüse durch den Verlust an Flüssigkeit verloren gehen. Dies bedeutet einen ebensolchen Ertragsverlust für den Produzenten.
Die Lagerung in den DCA-Behältern von EuroBox erfordert ebenfalls ein Kühlhaus mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Aber die „dynamisch kontrollierte Atmosphäre“, die dafür sorgt, dass die Lagerware Obst oder Gemüse länger frisch bleibt, entsteht nur im Inneren der einzelnen EuroBox-Behälter. Deren Deckel sind mit den DCA-Folien ausgestattet und sorgen für einen kontrollierten Gasaustausch. Denn während der Lagerung produziert die Frucht unter Verbrauch von Sauerstoff Kohlendioxid und Reifegase.
Die DCAFolie im Deckel des Behälters lässt die Reifegase, etwa Äthylen aus dem Behälter hinaus, verhindert aber die Zufuhr an neuem Sauerstoff in den Behälter. Der Reifeprozess wird damit massiv verzögert. Denn je weniger Sauerstoff zur Verfügung steht, desto weniger Reifegase werden von Obst und Gemüse produziert.
Der Gewichtsverlust wird um satte 90% verringert - er beträgt nur mehr 1% statt 10%.
ARA-Sonderpreis
Vollständig recycelbarer Beutel mit abnehmbarer Banderole/
Mondi Consumer Packaging
Mondi und Werner & Mertz haben in dreijähriger Zusammenarbeit eine neue, patentierte Innovation entwickelt: einen vollständig recycelbaren Beutel mit abnehmbarer Banderole. Der Beutel ersetzt die bisherige flexible Verpackung für die Produkte der Marke Frosch. Mit dem richtungsweisenden Design werden mehrere technologische Hürden überwunden. Das neuartige Beutelkonzept ist das Resultat eines Gemeinschaftsprojekts von Werner & Mertz, Mondi, EPEA Switzerland (Cradle to Cradle®), Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland und Institut cyclos-HTP.
Im Vordergrund der Entwicklung stand es, eine flexible Kunststoffverpackung zu erfinden, die tatsächlich recycelbar ist und nicht auf den Deponien landet. Technisches Konzept und Design entstanden im sogenannten „Reverse Engineering“, dem Konstruieren vom Ende des Produktzyklus her, mit dem Recyclingprozess zu vereinbaren und eine Verpackung zu schaffen, die perfekt auf die Kreislaufwirtschaft abgestimmt ist. Ein entscheidender und oft vernachlässigter Schritt ist dabei die Sortierung der gebrauchten Verpackungen. Wenn die gesammelten Verpackungen nicht in sortierte Materialströme getrennt werden, wie sie das Recyclingunternehmen benötigt, kommt es zum „Downcycling“ – das heißt, zur Produktion von Recyclaten, die sich nicht mehr für die ursprünglichen Anwendungen eignen. Das kann bis zur Vernichtung von Wertstoffen durch Verbrennung führen. Die Verpackung muss daher auf die gesamte Wertschöpfungskette abgestimmt werden, von den Verpackungsherstellern über die Akteure im Sortieren und Recyceln bis hin zu den Käufern der Recyclate. Wichtige Vorbedingung für das Recycling ist, dass die Verpackung aus einem Monomaterial gefertigt wird.
Die Eignung mehrerer Konzepte wurde im Entwicklungsprozess getestet, bis schließlich ein Konzept aus Polyethylen entwickelt war, dass alle Beteiligten an jedem Punkt entlang der Wertschöpfungskette überzeugte. Das gelang vor allem in den Punkten Siegelnahtfestigkeit, maximales Füllvolumen und dem Verzicht auf Haftvermittler und Klebstoffe.
www.kompack.at

 

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