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Nachhaltigkeitsziele von Koenig & Bauer bleiben auf Kurs

Klimaneutrale Produktion bis 2030 erwartet
Vollständige Umstellung des Strombezugs auf erneuerbare Energiequellen
Analyse der Scope-3-Emissionen

Koenig & Bauer ist seinen Nachhaltigkeitszielen bis 2021 ein gutes Stück näher gekommen. Der Druckmaschinenhersteller will bis 2030 alle Produktionsstätten klimaneutral stellen. Durch den vollständigen Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien konnten die Scope-1- und Scope-2-CO2-Emissionen an den großen Produktionsstandorten in Würzburg und Radebeul im Jahr 2021 im Vergleich zum Basisjahr 2019 bereits um 58,5 % reduziert werden. Nach 20.561,5 Tonnen CO2-Emissionen im Referenzzeitraum, einschließlich des Kraftstoffverbrauchs der überwiegend geleasten Fahrzeugflotte, sank dieser Wert im letzten Geschäftsjahr auf 8.530,7 Tonnen CO2.
Gleichzeitig konzentriert sich die Gruppe auf die Verfolgung weiterer Projekte zur Verbesserung ihrer CO2-Bilanz. Spätestens im Jahr 2024 wird die Umstellung auf nahezu klimaneutrale Fernwärme aus Ökostrom am Standort Radebeul abgeschlossen sein. Der Versorger GETEC setzt bei der Wärmeerzeugung für die Fernwärme überwiegend Biomasse aus Holzpellets und Solarthermie ein. Neben den bereits installierten Photovoltaikanlagen auf den Werken in Radebeul und Mödling ist ein weiterer Ausbau der eigenen Stromerzeugungskapazitäten geplant. Am Standort Lausanne sollen derzeit rund 20 Prozent des Grundlaststrombedarfs durch eine Photovoltaikanlage gedeckt werden, die der Grundstückseigentümer auf dem Dach installiert hat. Am Standort Würzburg wird das Potenzial der Eigenstromerzeugung durch Photovoltaikanlagen und andere grüne Energiequellen geprüft. Darüber hinaus könnten rund 8 % des Erdgasverbrauchs in der Konzernzentrale durch die Nutzung der Abwärme des neuen Ofens in der Gießerei ersetzt werden.
Eine erste Analyse wurde mit Unterstützung eines externen Anbieters durchgeführt, um die Scope 3 CO2-Emissionen zu schätzen. Diese Analyse ergab für das Jahr 2021 einen Wert von 1.755 kt an Scope 3 CO2-Emissionen, die mit 99% den überwiegenden Teil des Carbon Footprints von Koenig & Bauer ausmachen. Der nachgelagerte Bereich, in dem die Produkte eingesetzt werden, ist mit 90 % der wichtigste Treiber der Scope-3-Emissionen. Entsprechend hoch ist die Priorität, die der Reduzierung des Energieverbrauchs der Produkte eingeräumt wird, was sich in einer Steigerung der Energieeffizienz, dem Ausbau digitaler Dienstleistungen wie künstlicher Intelligenz zur optimalen Auslastung der Druckmaschinen und der Dienstleistung Klimaneutrale Druckproduktion" niederschlägt. Zusätzliche Hebel zur weiteren Senkung der Scope-3-CO2-Emissionen werden auf der vorgelagerten Seite genutzt, indem der Einkauf einen strategischen Fokus auf Materialien mit möglichst geringem CO2-Fußabdruck legt und verstärkt klimafreundliche Transporte für Materialien, Fertigprodukte und Dienstleistungskomponenten einsetzt. Eine Reihe von Maßnahmen schafft Anreize für die Mitarbeiter, die CO2-Emissionen auf dem täglichen Weg zur Arbeit zu reduzieren. Der geplante Ausbau der Elektroladeinfrastruktur auf den Mitarbeiterparkplätzen ist eine solche Maßnahme. Ein weiterer direkter Beitrag zum Klimaschutz kann durch ein nachhaltiges Reisemanagement geleistet werden.
www.koenig-bauer.com

 

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