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Energieeffizienz weiter gesteigert: igus erhält Zertifizierung nach DIN ISO 50001

Zertifiziertes Energiemanagement ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2025 – heute 95 Prozent erreicht

Unser Planet wird jedes Jahr heißer: Der vergangene Sommer war in Europa der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Klimakrise rückt daher immer mehr in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins. Auch igus hat es sich zum Ziel gemacht, durch aktives, vorausschauendes Handeln die eigene CO2-Bilanz kontinuierlich zu verbessern und strebt für 2022 eine Reduktion des Stromverbrauchs um 15 Prozent an. Diesem Ziel ist igus nun mit einem weiteren wichtigen Schritt näher gekommen: der Zertifizierung nach DIN ISO 50001 : 2018.

Um den eigenen Energieverbrauch nachhaltig zu senken, müssen Stromein­sparpotenziale erschlossen werden. Nur wer weiß, wofür am meisten Energie benötigt wird, kennt Ansatzpunkte zur Effizienzsteigerung. Die Effizienz des Energiemanagementsystems von igus Deutschland wurde nun offiziell von der International Organization for Standardization (ISO) zertifiziert. Das wesentliche Ziel der ISO 50001 Norm ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre energiebezogene Leistung mit dem Aufbau von Systemen und Prozessen zu verbessern. Sie ist zudem mit anderen anerkannten Normen wie dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 kompatibel, für das auch igus seit April 2020 zertifiziert ist. Dies beinhaltet die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Verhaltensweisen, um die kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung sicherzustellen. „Mit diesen international anerkannten Zertifizierungen wollen wir unsere eigenen Anstrengungen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks auch gegenüber unseren Kunden deutlich zeigen“, so Frank Blase, Geschäftsführer der igus GmbH.

Mehr Energieeffizienz für eine klimaneutrale Zukunft
Bis 2025 soll die Produktion bei igus klimaneutral sein – und dieses Ziel ist nach Scope 1 und 2 des weltweit anerkannten GHG-Protokolls bereits jetzt zu 95 Prozent erfüllt. Dieser Standard unterscheidet zwischen allen direkten Emissionen (Scope 1), indirekten Emissionen aus außerhalb erzeugten und eingekauften Energieträgern (Scope 2) und sonstigen indirekten Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Lieferkette (Scope 3). Insbesondere der Umstieg auf Ökostrom sowie klimaneutrales Gas im Jahr 2021 hat wesentlich zur Reduzierung der CO2-Bilanz von igus beigetragen. Um 100 Prozent Klimaneutralität zu erreichen, konzentriert sich igus auch verstärkt auf Einsparpotenziale im Bereich der Kältemittel-Emissionen sowie des Fuhrparks. Um auch die Reduzierung des absoluten Stromverbrauchs weiter voranzutreiben, laufen aktuell diverse Projekte wie der Austausch der Hallenbeleuchtung mit insgesamt 590 Lampen. Das spart 32 Prozent Energie für die Beleuchtung, was dem Verbrauch von 190 Vier-Personen-Haushalten pro Jahr entspricht. Auch die Spritzgussmaschinen, die mit 36 Prozent den größten Anteil des Gesamtenergieverbrauchs ausmachen, werden durch 40 Prozent energieeffizientere Modelle ausgetauscht. Die Folge: Der Stromverbrauch konnte 2021 in Relation zu den gestiegenen Produktionsstunden um 11 Prozent reduziert werden.

Ressourcen aus Plastikabfällen zurückgewinnen
igus setzt zudem verstärkt auf die Einbindung seiner motion plastics in eine Kreislaufwirtschaft. Im Rahmen des eigenen chainge Programms werden ausrangierte Energieketten herstellerunabhängig recycelt. Noch einen Schritt weiter geht igus mit seiner 5 Millionen Euro Investition in das britische Startup Mura Technology. Mit der HydroPRS-Technologie werden Kunststoffabfälle in nur 20 bis 25 Minuten wieder zu Rohöl umgewandelt – und das lediglich mit Druck, hoher Temperatur und Wasser. Die erste Großanlage geht im zweiten Halbjahr 2022 in Teesside im Nordosten Englands in Betrieb. Aktuell läuft die Bewertung des ökologischen Fußabdrucks der Anlage sowie des gesamten Recycling- und Verarbeitungssystems durch Muras akademischen Partner, die University of Warwick. Eine Lebenszyklusanalyse der Anlage wird voraussichtlich im Juli veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass das HydroPRS-Verfahren den Kohlenwasserstoff Naphtha aus Kunststoffabfällen mit einer Kohlendioxidbelastung produziert, die zwischen 12 Prozent (britische Raffinerie) und 50 Prozent (chinesische Raffinerie) niedriger ist als bei konventionellen Verfahren mit fossilen Brennstoffen. Außerdem wird pro Tonne erzeugtem Naphtha 90 Prozent weniger Öl verbraucht (86 kg versus 1180 kg). Durch das Recycling der Kunststoffabfälle vermeidet HydroPRS circa 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Tonne Kunststoff. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass chemisches Recycling eindeutig ökologisch sinnvoll ist. Mit dieser Investition, den Energiesparmaßnahmen sowie weiteren Projekten hat igus das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus seines unternehmerischen Handelns gerückt, um das Ziel 100 Prozent Klimaneutralität bis 2025 zu erreichen.

www.igus.net

 

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