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Einzigartige Messe für den Spezialdruck unterstreicht das „Neue Normal“ und den Aufschwung der Branche

„Druck in Bewegung zu erleben“ („Experience Print In Motion“) war das Thema der globalen Spezial- und Werbedruck-Gemeinschaft welche sich von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholt. Gleichzeitig fand in Berlin die European Sign Expo statt. Von Sabine Slaughter

Das Motto regt zum Nachdenken an. „Druck in Bewegung“ was soll man sich darunter vorstellen? Nun, die Messe gab auf diese Frage vielfache Antworten: In einer Zeit in der vielfache Herausforderungen auf die Speciality- und Werbedrucker zukommen und in den vergangenen zweieinhalb Jahren zukamen hat sich viel getan. Die Branche stand nicht still sondern hat sich immer wieder neu erfunden. Neue Anwendungen kamen und kommen ständig hinzu. Die Anforderungen, teils durch pandemiebedingte Restriktionen, teils durch Markt- oder Kundenerfordernisse oder –wünsche steigen tagtäglich. Innovationen von Druckdienstleistern und -maschinenbauern sorgen dafür, dass die grafische Welt nicht still steht und weiter in Bewegung bleibt.
Diesem sich entwickelnden Fortschritt durch Innovationen, neuen Ideen und Anwendungen Rechnung zu tragen gilt das Motto. Und das schließt auch ein weiteres Thema ein: Nachhaltigkeit. Denn ohne dieses gibt es kein Fortschreiten, keine Weiterentwicklung welche den Ansprüchen von Herstellern, Marken, Kunden, Agenturen, Druckern und allen am Druckprozess beteiligten entspricht. Der „Bruch“ des Traditionellen, der eingefahrenen Wege durch die unterschiedlichen Pandemiemaßnahmen, seien es Lockdowns, neue Arbeitsvorschriften, Abstandsregeln (auch am Arbeitsplatz) sowie der verstärkte Einsatz vom Home Office, hat die Welt verändert und aufgerüttelt. Das neue Normal beinhaltet neben den bestimmten Anforderungen an Geräte und Anwendungen diese auch auf ökologische Faktoren zu überprüfen. Kurz gesagt, die Nachhaltigkeit von allem auf den Prüfstand zu stellen.
Bewegung nicht Stillstand
„Wer rastet, der rostet“ – dieses Sprichwort ist in den heutigen Zeiten wahrer als jemals zuvor. Impliziert es doch auch ein ständiges Fortschreiten, permanente Innovationen, aber auch alles auf dem Prüfstand zu stellen. Hierzu gehören auch Arbeitsabläufe welche gestrafft und automatisiert werden können – wenn die richtige Software und die auf das Unternehmen zugeschnittene Hardware vorhanden ist. Überlegungen welche Anwendungen von den Kunden heute angefragt werden und welche zukünftigen das Portfolio bereichern können gehören ebenfalls dazu. Die Zufriedenheit von Bestands- und Neukunden spielt eine große Rolle bei der Evaluation. Heute, morgen und übermorgen sollte in die Planung einfließen.
Geschäftserfolg zählt
Was nützt dem Druckdienstleister die schöne, neue, glänzende Maschine im Betrieb, wenn diese nicht ausgelastet ist, nicht die Aufträge ausführen kann welche die Kunden haben wollen? Gleichfalls der alte, gebrauchte, langsame Drucker der zwar die Aufträge ausführen kann, man jedoch zwei davon bräuchte um die Auftragsflut zu bewältigen und der zudem noch jede Menge Strom verbraucht und nicht nachhaltig ist? Beides ist schlecht für das Geschäft. Hier sollten entsprechende Arbeitsmaterialien – sowohl im Bereich Soft- wie Hardware – ersetzt, angeschafft beziehungsweise nicht gekauft werden. Nur wenn die bestehenden Abläufe, Jobportfolio, Gerätschaften und auch Verbrauchsmaterialen auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft wurden, können Entscheidungen gefällt werden. Der richtige Mix macht’s und sichert den Erfolg des Unternehmens.
Dieses und vieles mehr wurde in den diversen Seminaren diskutiert. Insbesondere das Thema Nachhaltigkeit welches heuer unter anderem ein eigenes Seminarprogramm nebst Bühne bekam, wurde von den Besuchern gut angenommen.
Viele Besucher freuten sich über die Möglichkeit Neuvorstellungen zu sehen und die während der messefreien Covid-19-Zeit entwickelten Geräte und Anwendungen live und in Action zu sehen welche sie bisher nur online, sprich virtuell, demonstriert bekamen. Die acht Hallen der Messe Berlin mit 375 Ausstellern sahen 15.969 Besucher (mit Mehrtagesbesuchern, 11.647 „unique“ Besucher) über die vier Messetage. Die größten Besucherdelegationen kamen aus Deutschland, Italien, Polen und den Niederlanden sowie dem Vereinigten Königreich – insgesamt kamen diese aus 126 Ländern.
Zuversichtliches, investitionsbereites Publikum
"Die beträchtliche Kaufkraft unserer Besucher und das breite internationale Publikum sind ein deutlicher Beweis für den Aufschwung in unserer globalen Gemeinschaft. Wir sehen, dass das Vertrauen zurückkehrt, was die Führungskräfte der Wirtschaft dazu inspiriert, zu investieren und auch Geschäftsreisen, Live-Veranstaltungen und persönliches Networking wieder aufzunehmen, wenn sie wissen, dass dies einen greifbaren Nutzen für sie bringt", fasst FESPA-CEO Neil Felton zusammen.
"Das begeisterte Feedback von Ausstellern und Besuchern in Berlin zeigt uns, dass die Fachwelt der Druckindustrie persönliche Kontakte wünscht und braucht, und dass die FESPA der Ort ist, an dem sie zusammenkommt. Jetzt blicken wir auf die Rückkehr starker FESPA-Veranstaltungen in Mexiko, Eurasien und Brasilien und darüber hinaus auf unsere nächste Global Print Expo in München im Mai 2023. Wir können es kaum erwarten, die gleiche Energie und den gleichen Optimismus in den Spezialdruckgemeinschaften in anderen Regionen zu wecken."
Adobe
Die Adobe Print Engine 6.0 wurde auf der Fespa vorgestellt. Unter den Neuerungen in dieser Version ist auch eine optimierte ECG-Verarbeitung (Expanded Color Gamit/ erweiterter Farbraum). Weiterhin beinhaltet sie einstufige Farbkonvertierungen auf Systemen welche nicht nur CMYK sondern auch OVG-Farben drucken. Hierdurch soll eine effiziente und präzise Ausgabe erzielt werden.
Zudem enthält die Software unter anderem die Möglichkeit zum Verwalten und Automatisieren von Weiterverarbeitungs- und Inline-Veredelungen wobei eine zur Laufzeit automatisiert erfolgende dynamische Generierung von Lacken und weißen Unterdrucken aus Auftragselementen erfolgt. Auch der variable Datendruck wurde verbessert.
Aleph
Die LAFORTE 600 ist ein industrieller Tintenstrahldrucker, der für die Herstellung von extrem hochwertigem bedrucktem Papier für die Innen- und Außenkommunikation in hohen Auflagen konzipiert ist. Mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 850 Quadratmetern je Stunde (24 Druckköpfe) und 1.000 Quadratmetern je Stunde (48 Druckköpfe) bei einer Druckauflösung von bis zu 1.200 Druckpunkten je Inch ist die LAFORTE 600 Paper einer der schnellsten wasserbasierten Inkjet-Drucker auf dem Markt. Das auf der Messe präsentierte Modell war mit der von aleph entwickelten wasserbasierten A22-Grafikpigmenttinte ausgestattet, die für umweltfreundliche Praktiken steht und demonstriert, dass die Verwendung eines wasserlosen Prozesses entscheidend für eine umweltfreundliche Druckproduktion ist. Die grafische Pigmenttinte A22 befindet sich derzeit im Prozess zur Erlangung der Greenguard-Zertifizierung.
Die neue LAFORTE 340, ein herausragendes Inkjet-Direktdrucksystem für Textilien - ausgestattet mit den M22-Textilpigmenttinten von aleph, die für eine hervorragende Druckqualität mit hoher Echtheit und hoher Geschwindigkeit zu einem wettbewerbsfähigen Preis entwickelt wurden. Mit einer Breite von 3400 Millimetern wurde die LAFORTE 340 von aleph speziell für die Anforderungen des Heimtextilmarktsegments entwickelt. Mit extremer Flexibilität und einer Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 570 Quadratmetern je Stunde ist dieser Drucker perfekt geeignet, um die steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten On-Demand-Anwendungen im Bereich der Inneneinrichtung zu befriedigen, da er den Anwendern eine rationelle Produktion von Tapeten, Gardinen, Vorhängen und Polstern ermöglicht. Die Verwendung der GOTS-zertifizierten M22-Pigmenttinten auf Wasserbasis entspricht dem steigenden Bedarf an nachhaltigen Produktionslösungen und ermöglicht einen umweltfreundlicheren, effizienteren und kostengünstigeren Produktionsprozess.
ATPColor
Das italienische Unternehmen brache den ATPColor OneTex 5200 mit integrierten Kalander mit zur Fespa. Die 5 Meter-Maschine sei der erste Textildrucker weltweit welcher von der Fogra unter ISO 20690:2018 bezüglich Energieeffizienz zertifiziert wurde, so das Unternehmen. Der Energieverbrauch je Quadratmeter entspräche einem Drittel dessen welches ein Eco-Solvent-Drucker mit 1,6 Meter benötige.
Azonprinter
Creed heißt das neue Baby, sprich UV-Drucker, des Unternehmens. Die offene Konstruktion ermöglicht den Druck auf Objekte mit ebener Oberfläche von 1.600 x 1.200 x 1.000 Millimeter. Somit lassen sich auch sperrige Objekte wie Fenster, große Schildern, Weinfässer, Möbel und anderes bedrucken. Der kroatische Hersteller bewirbt das Gerät mit dem direkten Druck auf Objekte „welche in keinen handelsüblichen Drucker passen“.
Brett Martin
Auf der Fespa hat Brett Martin in Zusammenarbeit mit Covestro die nachhaltige Marlon BioPlus Polycarbonatplatten auf den Markt gebracht, die einen Quantensprung hin zu klimaneutralen Kunststoffplatten darstellen, die aus einer zertifizierten massenbilanzierten Quelle mit biobasierten Rohstoffen hergestellt werden. Das Makrolon RE ersetzt 71% der fossilen Rohstoffe durch biobasiertes Material (über einen Massenbilanzansatz), z.B. aus gebrauchten Speiseölen. Darüber hinaus wird eine weitere Kohlenstoffreduzierung durch den Einsatz von grüner Energie bei der Herstellung des Rohmaterials erreicht.
Barbara Giershausen, Sales Manager bei Covestro, kommentierte die Entwicklung wie folgt: "Auf unserem Weg zur Kreislaufwirtschaft unterstützen wir unsere Industriepartner dabei ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Mit unserem Makrolon RE-Portfolio haben Kunden wie Brett Martin genau die gleiche Qualität und Leistung wie das fossil basierte Makrolon, ohne dass sie bestehende Produktionsprozesse ändern müssen."
Covestro wendet einen Massenbilanzierungsansatz über ISCC PLUS (International Sustainability and Carbon Certification) an, um die Zuteilung dieses kohlenstoffarmen Materials an Brett Martin zu erreichen, so dass Brett Martin seinen Kunden eine vollständige Zusicherung für die neuen Plattenoptionen geben kann. Die teilweise Abkehr von fossilen Rohstoffen und die Vorteile der Sekundärnutzung des biozertifizierten Ausgangsmaterials ermöglichen es dem Prozess, den Kohlenstoff-Fußabdruck während der Produktion von Makrolon RE um 84 % zu reduzieren. Diese Einsparung wird bei der Extrusion der Marlon BioPlus-Folie noch verstärkt, die zu 100 % mit erneuerbarem Strom betrieben wird, der direkt von Brett Martins eigenen Wind- und Solaranlagen erzeugt wird.
Der Ansatz des Massenausgleichs bietet den Anwendern des Marlon BioPlus-Sortiments in den Formaten Flach-, Steg- und Wellplatten aus Polycarbonat sowohl praktische Vorteile als auch zertifizierte Sicherheit. Dies öffnet neue Türen für Planer, Verarbeiter und Hersteller, die sich für ein nachhaltigeres Polycarbonat aus erneuerbaren Quellen und mit einer geringen Kohlenstoffbelastung entscheiden.
William Martin, Direktor bei Brett Martin, kommentierte: "Das Streben nach nachhaltigen, kohlenstoffneutralen Kunststoffen schreitet gut voran, und unsere Einführung von Makrolon RE aus einer massenbilanzierten und zertifizierten Quelle von biologisch-zirkulärem Ausgangsmaterial bringt dies auf die nächste Stufe.
ColorGate
Der neue Productionserver 22, eine Farbmanagement- und RIP-Lösung wurde für verschiedene Anwendungen, darunter Verpackungs-, Dekor-, Textil- und Keramikdruck vorgestellt. Die neue Version der Software setzt zum Render die Adobe PDF Print Engine 5.7 ein. Die Version 22 wurde mit dem Color Correction Loop Module ausgestattet um optimierte Qualität bei Dekorproduktionen zu ermöglichen. Ebenfalls am Stand waren der Rapid Spectro Cube und Custom Create, eine Web-to-Print-Lösung zu sehen.
Canon
Das Motto „Make it Big“ („Mach es groß“) hatte sich das japanische Unternehmen auf die Fahnen geschrieben und brachte drei Neuentwicklungen nach Berlin. Mit der UV-Gel-Technologie FLXfinish+ können matte und glänzende Drucke auf einer Maschine in einem Durchgang produziert werden. Matthew Faulkner, EMEA Direktor Marketing und Innovation beschreibt es so: „Trotz des Spotlack-Aussehens sind die Aushärtungseigenschaften des UV-Gel gegeben.“ Je nach Aushärtungszeit – länger oder kürzer – liessen sich samtigmatte oder glänzende Veredelungen produzieren. FLXfinish+ stünde ab sofort zur Verfügung und kann bei den Druckern Colorado 1630 oder 1650 kostengünstig upgegraded werden.
Der Arizona 6100 II hat laut Aussage von Canon die schnellste Druckgeschwindigkeit in seiner Klasse. Es lassen sich 220 Quadratmeter je Stunde bedrucken. Das Gerät ist auf eine Produktion von bis zu 300.000 Quadratmeter pro Jahr ausgelegt.
Poröse Kartonagen, stark verzogene Substrate und weitere schwierig zu verarbeitende Materialien lassen sich mit dem Arizona 6100 XTHF Mark II bedrucken. Mit der High Flow-Technologie wird ein 15-mal stärkerer Sog im Vergleich mit der Arizona XTS erzeugt.
Der Produktions-Workflow kann zukünftig mit der Prisma X-Suite gesteuert werden. Diese ist speziell für den Großformatdruck entwickelt worden und beinhaltet unter einem eine Remote-App zur Fernüberwachung und cloudbasiertem Support.
Dataline
Mit der neuesten Version des MIS/ERP-Systems für den Großformatdruck kam da belgische Unternehmen zur Messe. MultiPress integriert alle administrativen, finanziellen, kaufmännischen und logistischen Prozesse eines Unternehmens. Zudem bietet es eine CRM-Funktion. Die einzelnen Module, so für Angebotskalkulation, Auftragsverwaltung, Logistik- und Liefermanagement, Planung und Fakturierung arbeiten Hand in Hand wobei Unternehmen den Einstieg auch nur mit einem Modul beginnen und je nach Anforderung weitere Module hinzu kommen können. Ein E-Business-Werkzeug zur Web-to-Print-Integration sowie eine Montage-App für mobile Mitarbeiter sind ebenfalls im Programm von Dataline.
Durst
Das Unternehmen zeigte seine P5-Großformatdrucksysteme. Hierzu gehörte auch die auf der Fespa eingeführte Durst P5 500 mit einer Druckbreite von 5,25 Metern. Das Drucksystem P5 500 LED verwendet Ricoh-Druckköpfe und das Gesamtsystem ist für eine effiziente und unbeaufsichtigte Produktion ausgelegt. Zusätzlich zu CMYK stehen vier weitere Farbkanäle zur Verfügung - zum Beispiel für helle Farben (c, m, k), Weiß oder Lacke. Um die Produktivität auch in dieser Dimension zu gewährleisten, spielt das Medienhandling eine zentrale Rolle. Hierfür bietet Durst einen Rollensupport zum Laden und Wechseln der Medien an. Die Rollen können im Single-, Dual- und Triple-Modus verarbeitet werden - im Dual-Modus sogar asymmetrisch. Beidseitiger Druck wird durch exakte Vorder- und Rückseitenregistrierung erreicht. Für das Finishing bietet Durst zusätzliche Optionen an - dazu gehören Messer für horizontales und vertikales Schneiden. Das Unternehmen erwartet, dass die ersten P5 500 LED-Drucksysteme im letzten Quartal 2022 ausgeliefert werden können.
Parallel dazu steigert Durst mit der neuen Double 4 Technologie die Produktivität der bestehenden P5 UV-LED Serie auf ein neues Leistungsniveau. Mit dem Durst P5 Double 4 präsentiert Durst eine interessante Weiterentwicklung für neue und bestehende Kunden. Optional wird in den P5 UV-Drucksystemen eine zweite CMYK-Druckkopfreihe installiert, mit der die doppelte Produktivität erreicht werden kann. Die Option ist für den P5 350/HS und den P5 210/HS erhältlich.
Zwei Flachbettdrucker aus der Produktpalette von Vanguard waren zu sehen. Der VR6D-HS und der VK300D-HS decken das mittlere Leistungsspektrum ab. Sie zeichnen sich durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus und können dank ihres modularen Aufbaus und verschiedener Tintenkonfigurationen ein breites Spektrum an Anwendungen abdecken.
Um den "From Pixel to Output"-Ansatz in der Praxis umzusetzen, bedarf es auch innovativer Softwarelösungen. Durst Software & Solutions hat in den letzten Jahren zahlreiche Entwicklungen angestoßen, um Prozesse zu optimieren und zu automatisieren. Insgesamt werden vier Softwarepakete angeboten, die sowohl alle relevanten administrativen als auch produktionstechnischen Aspekte abdecken. Dazu gehören ERP/MIS mit Durst Lift ERP, Web-to-Print mit Durst Smart Shop & Editor, Druckvorstufe & Produktion mit Durst Workflow sowie Daten & Transparenz mit Durst Analytics. Alle Produkte sind modular aufgebaut und können individuell angepasst und erweitert werden. Typische Einsatzgebiete für die Softwarepakete von Durst sind der Großformat-, Etiketten-, Wellpappen- und Textildruck.
Mit der Vorstellung der Durst TAU RSC-Plattform präsentierte Durst seinen LFP-Kunden auch eine mögliche Portfolioerweiterung in Richtung Etiketten- und flexibler Verpackungsdruck. "Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, sich als Dienstleister möglichst breit aufzustellen. Die Produktion von Etiketten oder flexiblen Verpackungen bietet dieses Potenzial für unsere LFP-Kunden", sagte Christian Harder, Vice President Sales der Durst Group.
EFI
Die neue EFI Reggiani ecoTERRA-Pigmentlösung wurde erstmals vorgestellt und ist eine fortschrittliche integrierte Lösung für einen rationellen, umweltfreundlicheren Textildruck laut dem Unternehmen.
Die EFI Reggiani ecoTERRA ist eine Komplettlösung für den wasserbasierten Pigmentdruck, die keine zusätzlichen Geräte für die Vor- und Nachbehandlung benötigt. Die zum Patent angemeldete Technologie verschafft den Kunden einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, so das Unternehmen, da sie den Energie- und Wasserverbrauch im Gesamtprozess drastisch senkt und so den Direct-to-Fabric-Druck nachhaltiger macht. Anwender profitieren von der hervorragenden Nass- und Trockenechtheit, der Detailschärfe und hohen Beständigkeit von ecoTERRA, die zudem eine längere Lebensdauer der Druckköpfe und geringere Wartungskosten ermöglicht.
Das neue ecoTERRA-Tintensortiment umfasst 7 Farben - Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Blau, Rot und Grün - und bietet damit einen erweiterten Farbraum. Eine verbesserte Polymerisations- und Veredelungseinheit für die EFI Reggiani ecoTERRA verleiht dem Gewebe außerdem einen weicheren Griff und sorgt für eine Leistung, die den strengsten Anforderungen der Textilindustrie gerecht wird.
Im Bereich des Großformatsdrucks brachte EFi den 3,5 Meter breiten EFI VUTEk Q3r LED-Tintenstrahldrucker, die schnellste Rolle-zu-Rolle-Lösung für das Superbreitformat in seiner Klasse, mit nach Berlin. Er ist Teil der VUTEk Q-Serie, zu der auch das 5,2 Meter breite Modell Q5r gehört, und verfügt über ein neues Inline-Prüfsystem für die Druckqualität sowie eine neue UltraClear Coat-Option für mehr Design- und Anwendungsmöglichkeiten.
Der 3,2 Meter breite EFI Pro 30h LED-Hybrid-Rollen-/Flachbettdrucker ist für die Produktion von Schildern und Display-Grafiken konzipiert. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 230 Quadratmetern pro Stunde bietet er standardmäßig vier Farben und zwei Weißkanäle, druckt mit einer Auflösung von bis zu 1.200 Druckpunkte je Inch und verfügt über ein EFI Fiery proServer Core Digital Front End (DFE) mit FAST RIP-Beschleunigungstechnologie.
Der EFI VUTEk Q3r-Drucker mit Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 558 Quadratmetern pro Stunde ist ein Arbeitstier für die Massenproduktion und eignet sich für alle Anwendungen von Flottengrafiken, LKW-Seitenplanen und Gebäudeverkleidungen bis hin zu POP-Beschilderungen, hinterleuchteten Grafiken, Ausstellungsgrafiken und Fensterdekorationen. Die neue EFI UltraClear Coat-Option, die für den VUTEk Q3r und andere Rolle-zu-Rolle-Drucker erhältlich ist, bietet eine bessere Beständigkeit gegen Abrieb und Kratzer, Chemikalien, Witterungseinflüsse/Luftverschmutzung und UV-Ausbleichen/Vergilbung. UltraClear Coat druckt inline mit glänzender oder matter Oberfläche und selektiven oder vollflächigen Optionen zum Schutz oder zur Designverbesserung.
Die cloudbasierte EFI IQ, EFI Fiery Pre-It (Print-for-Cut-Lösung), Fiery JobFlow wurden ebenfalls gezeigt. Beim Kauf eines neuen VUTEk Q3r und anderer neuer EFI LED-Drucker ist ein einjähriges Abonnement für EFI IQ enthalten, eine Cloud-Lösung, die den Anwendern mehr Möglichkeiten zur Überwachung der Produktion und der Druckernutzung bietet - einschließlich exakter Daten zur Nachverfolgung der Verbrauchsmaterialien auf Auftragsebene -, um Ausfallzeiten und Kosten zu reduzieren. Als einziges Managementprogramm mit direkter Verbindung zu den EFI-Druckerdaten hilft IQ den Verantwortlichen in den Unternehmen, die tägliche Produktion besser zu steuern und bessere, datengestützte Entscheidungen zur Ressourcenzuweisung und Kapazitätsoptimierung zu treffen.
Ein weiteres neues Angebot für den Produktions-Workflow auf der FESPA - die EFI Fiery Prep-it Software - war eine leistungsstarke und kostensparende Lösung für die Druck- und Schnittvorbereitung, die mit jedem DFE im Groß- oder Superbreitformat verwendet werden kann. Fiery Prep-it reduziert den Zeitaufwand für die Verschachtelung komplexer Objekte für den Großformatdruck um bis zu 90 % und senkt den Medienverbrauch um 10 % oder mehr im Vergleich zu konkurrierenden Lösungen für die formgetreue Verschachtelung. Durch die Einsparungen bei den Medien kann sich diese kostengünstige und effektive Software laut EFI in nur zwei Monaten amortisieren.
Epson
Die Monna Lisa ML-8000 prägte die Präsentation am Epson-Stand. Das Textildrucksystem erreicht Druckgeschwindigketen von 155 Quadratmetern je Stunde und besitzt acht PrcisionCore-Druckköpfe der neuesten Generation. Damit würden eine ganze Reihe von Anforderungen im Bereich Textildruck, insbesondere in Bezug auf Flexibilität und Nachhaltigkeit erfüllt. Erstmals live zu sehen war der UV-Flachbettdrucker SureColor SC-V7000. Weiterhin waren unter anderem der SC-F2100, ein Textildirektdrucker, sowie der SureColor SC-R5000L welcher mit Tinten auf Wasser- beziehungsweise Harzbasis bestückt wird.
Fujifilm
Hierzu gehört auch Blueprint Live von Fujifilm. Blueprint Live ist mehr als eine Serie, sie sei eine Philosophie, ein Konzept, eine Plattform welche Druckdienstleister bei der digitalen Transformation helfen soll und ihnen das Beste für Ihren Betrieb bietet, sagt das Unternehmen. Die ersten Maschinen wurden bereits vor über einem Jahr noch während der Lockdowns vorgestellt. Auf der Fespa waren nun zwei neue Maschinen zu sehen: die Acuity Ultra Hybrid LED sowie die Acuity Prime L. Mit der Acuity Ultra Hybrid LED betritt das japanische Unternehmen den High-End-Hybridmarkt. Als Teil des "Blueprint"-Konzepts von Fujifilm ist die Acuity Ultra Hybrid LED ein 3,3 Meter langer High-End-Drucker, der sowohl starre als auch flexible Substrate in hervorragender Qualität bedruckt. Mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 218 Quadratmeter pro Stunde. (RTR) und einer Druckauflösung von bis zu 1.200 x 1.200 Druckpunkten pro Inch ist die Acuity Ultra Hybrid LED einzigartig, da sie sowohl für starre als auch für flexible Anwendungen eine extrem hohe Qualität und eine wettbewerbsfähige Investitionsrendite in einer einzigen Plattform vereint.
Neben den Tischen zum Be- und Entladen der Medien verfügt der Acuity Ultra Hybrid LED auch über eine genoppte Tischoberfläche, die alle Medientypen unterstützt und eine einfache Positionierung der Medien ermöglicht. Ein robuster Verriegelungsmechanismus schützt vor versehentlicher Beschädigung, und die sichere Verriegelung ermöglicht eine präzise Medienzufuhr bei jedem Druckvorgang.
Ein intelligentes Vakuumkontrollsystem schaltet automatisch die richtigen Vakuumzonen ein, die für jeden Druckauftrag benötigt werden, basierend auf der Breite des Mediums, und die Leistung des Vakuummotors passt sich ständig an, um eine optimale Medienhaftung aufrechtzuerhalten, unabhängig von der Art und Größe des Mediums.
Fujifilm hat speziell für die neue Maschine eine völlig neue Tintenreihe, Uvijet UH, entwickelt, die standardmäßig in sechs Farben (CMYK, Lm, Lc) und optional auch in Weiß erhältlich ist. Die neue Tinte ist sowohl Greenguard Gold als auch AgBB-zertifiziert. Sie wurde entwickelt um auf einer breiten Palette starrer und flexibler Substrate zu haften und gleichzeitig die hohe Qualität der in der Acuity Ultra R2 verwendeten Tinten Uvijet GS und AU zu erreichen.
Kevin Jenner, European Marketing Manager, Fujifilm Wide format Inkjet Systems, sagt: "Unsere im letzten Jahr angekündigte 'neue Blaupause für das Großformat' ist unsere Antwort auf die Nachfrage der Industrie nach mehr Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und besserem ROI. Unsere neue Fujifilm Acuity-Reihe, die auf diesem neuen Konzept basiert, wurde entwickelt, um außergewöhnliche Leistung und ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Die Acuity Ultra Hybrid LED ist der jüngste Beweis für das Engagement von Fujifilm bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser Reihe, um den sich ändernden Marktanforderungen gerecht zu werden. Fujifilm hat seine jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung außergewöhnlicher Flachbett- und Rolle-zu-Rolle-Plattformen kombiniert, um eine neue Großformat-Hybridplattform zu entwickeln, die einen neuen Standard in Preis und Leistung setzt und außergewöhnliche Vielseitigkeit und Rendite bietet." Die Maschine sei ab Herbst erhältlich.
Mit einer maximalen Druckgröße von 3.200 x 2.000 Millimeter und einer Höchstgeschwindigkeit von 202 Quadratmeter je Stunde kommt der Acuity Prime L daher. Er besitzt sechs Vakuumzonen sowie sechzehn Pins zur einwandfreien Medienbeladung. Auch zwei Jobs gleichzeitig können nebeneinander auf dem Flachbettdrucker ausgeführt werden.
Uvijet HM - ein Tintensystem, das speziell für die Acuity Prime Serie entwickelt wurde - bietet eine hervorragende Haftung auf einer Vielzahl von Substraten und erzeugt gleichzeitig eine große Farbskala. Das neue Tintensortiment wurde optimiert, um Tag für Tag qualitativ hochwertige, lebendige Bilder zu produzieren.
Ein neuer jettbarer Primer verbessert die Haftung auf besonders anspruchsvollen Bedruckstoffen noch weiter. Dadurch entfällt die Notwendigkeit der Offline-Vorbehandlung von Bedruckstoffen vor dem Druck, was Zeit und Geld spart.
Die Acuity Prime L mit Uvijet HM ist mit bis zu sieben Tintenkanälen (CMYK sowie Weiß, Klarlack und Primer) erhältlich und bietet Druckereien ein Höchstmaß an Vielseitigkeit und Wertigkeit, da sie das System flexibel an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können.
Hybrid Software Group
SmartDFE, ein komplettes Software- und Hardwarepaket ermöglicht die Einbindung des Tintenstrahldrucks in die intelligente Fabrik zur individuellen Massenfertigung zu Massenproduktionspreisen, so das Unternehmen. Es ist das erste Produkt, das von den Unternehmen der Hybrid Software Group gemeinsam entwickelt wurde: ColorLogic GmbH, iC3D, HYBRID Software, Global Graphics Software, Meteor Inkjet und Xitron.
Smart DFE ist als Teil einer vollautomatischen Fertigungslösung konzipiert und unterstützt Industrie 4.0 Telematik und MIS-Integration. Es vereint in einer leistungsstarken Lösung die Erstellung optimierter druckfertiger PDF-Dateien, Workflow- und Job-Automatisierung zur Anbindung an Unternehmens-IT-Systeme, RIPping, Rasterung, optimierte Bildqualität und steuert über Harlequin Direct die Druckdaten direkt zu den Druckköpfen mit rasanter Geschwindigkeit durch Meteor-Software und -Elektronik.
SmartDFE erfüllt den Bedarf an vollständig variablen Daten, ermöglicht eine vollständige Kontrolle des Druck-Workflows und liefert wertvolle Informationen für die Qualitätssicherung und Inspektion, die Wartung der Druckmaschine und die Lagerverwaltung. Der Smart Media Manager stellt die Druckmaschine auf optimale Druckqualität ein, indem er intelligente Mediendefinitionen, einschließlich ICC-Profilen für bestimmte Tintentypen und Medien, mit Hilfe der Technologie der ColorLogic GmbH erstellt.
Mike Rottenborn, CEO der Hybrid Software Group, sagt: "Mit der Erweiterung der Hybrid Software Group sind wir in der Branche der einzige Anbieter aller für den Tintenstrahldruck erforderlichen Kerntechnologien, Software und Elektronik. Unser SmartDFE ermöglicht es Herstellern von Digitaldruckern oder digitalen Drucksubsystemen, ihre Produkte in hochautomatisierten Fertigungsumgebungen zu verkaufen, und unterstützt ihre Kunden bei der Umsetzung von Initiativen wie Industrie 4.0. SmartDFE basiert auf einer engen Hochgeschwindigkeitsintegration, Kommunikation und Steuerung zwischen den Komponenten von der Auftragserstellung bis hin zu den Druckköpfen. Es ermöglicht unserem Kunden, detaillierte Daten von jedem Druckgerät und der gesamten Fabrik zu sammeln und diese Daten zur Vorhersage und Steuerung der Druckmaschine für eine hocheffiziente Druckproduktion zu nutzen."
Kornit
Zum ersten Mal auf der FESPA wurde das gesamte Ökosystem der digitalen Textil-MAX-Produktionssysteme und leistungsstarken Workflow-Lösungen ausgestellt welches das gesamte Spektrum vom Pixel bis zum Paket bis zur Haustür zeigen. Die Besucher erlebten neue Möglichkeiten, wenn physische und virtuelle Welten zusammenkommen und das Potenzial für eine bedarfsgerechte, nachhaltige Produktion freisetzen.
Die auf der MAX-Technologie basierenden Lösungen ermöglichen Fulfillern und Marken Anwendungen in Einzelhandelsqualität, einschließlich 3D-, Vinyl-, Sieb-, Sublimations- und Stickeffekte - alles in einer Lösung. Integriert in die leistungsstarken KornitX Workflow-Lösungen können Kunden nun die Textilproduktion vom Pixel bis zum Paket an der Haustür in einem rationalisierten Workflow-Prozess abwickeln. Darüber hinaus setzt Kornit mit seinem durchgängig digitalisierten Produktionsworkflow und der schlanken, flexiblen und profitablen Just-in-Time-Fulfillment-Lösung branchenübergreifend Maßstäbe in den Bereichen Bekleidung, Sportbekleidung, Wohndekoration, Accessoires, maßgeschneiderte Stoffe und andere vielfältige, hochmodische Textilien. So wird Kunden die Einrichtung schneller und integrierter Produktionsabläufe für höchste Qualität und Langlebigkeit bei geringerem Platzbedarf ermöglicht.
"Unsere Vision bei Kornit ist es, nicht nur überlegene Technologien zu produzieren, sondern auch bessere Erlebnisse für unsere Kunden und deren Kunden zu schaffen, sei es in der physischen Welt, in der virtuellen Welt - oder in beiden", sagte Omer Kulka, Chief Marketing Officer bei Kornit Digital. "Kornit hat sich verpflichtet, die Branche bei der Beseitigung von Abfall zu unterstützen, um dem Gebot der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wobei wir uns auf nichts Geringeres als grafische Brillanz und die strengsten Qualitätsstandards verlassen können. Unser Angebot an revolutionären, technologiegesteuerten MAX-Produktionssystemen und innovativen Workflow-Funktionen unterstreicht dieses Engagement - und wir ermutigen die Besucher der FESPA, sich davon live zu überzeugen."
So war unter anderem der Kornit Atlas MAX Poly zu sehen von dem das Unternehmen erwartet, dass es der neue Standard für hochvolumige Polyesterdekoration auf Abruf, mit überragender Qualität für Polyester- und Polygemisch-Bekleidung - einer der am schnellsten wachsenden vertikalen Textilbereiche wird. Durch die Beseitigung der Hindernisse für den Digitaldruck auf farbigem Polyester können die Märkte für Freizeitsportbekleidung, Werbeartikel und Sportmarken nun von einer breiten Palette farbiger Designs profitieren, um der Bekleidung neues Leben einzuhauchen.
Kornit Presto MAX ist die leistungsfähigste, nachhaltigste, einstufige Digitaldrucklösung für hochwertige, direkt auf den Stoff gedruckte Dekorationen und das einzige Digitaldrucksystem, das Weißdruck auf farbigen Stoffen ermöglicht, laut dem Unternehmen. Der Kornit Presto MAX verwandelt Konzepte in brillante individuelle Stoffe für Mode, Wohndekoration und andere Textilanwendungen und liefert dabei höchste Qualität und einen weichen Griff mit brillantem Weiß und leuchtenden Neonfarben. Das System verfügt über die revolutionäre XDi-Technologie für 3D-Dekoranwendungen, mit der sich fadenlose Stickereien, hochverdichtete Folien, Siebdrucke und andere innovative Effekte erzielen lassen. Dieses System, das die Design- und Anwendungsmöglichkeiten für maßgeschneiderte Textilien auf Anfrage neu erfindet, ist der Eckpfeiler des intelligenten, effizienten und nachhaltigen Produktionsmodells Eco Factory von Kornit. Es ermöglicht den Herstellern, mehr Teile des Prozesses abzudecken und zu integrieren, vom Design bis zum fertigen Produkt, um den CO2-Fußabdruck zu verringern, die Arbeitskraft effizient zu nutzen und weniger Abfall zu erzeugen, während gleichzeitig höchste Qualität produziert wird.
Ein besonderes Schmankerl war die virtuelle Spiegelerfahrung. Diese ermöglichte es Besuchern Kleidungsstücke aus den aktuellen Laufstegkollektionen virtuell anzuprobieren und sich selbst dabei zu sehen, wie sie eine virtuelle Kollektion von Einzelstücken tragen. Der Spiegel erfasst ihre Bewegungen, und die Teilnehmer verlassen den Stand mit einem Foto von sich selbst, auf dem sie ihre Lieblingskleidung von ausgewählten Designern tragen, was die Verbindung von virtueller und physischer Modeerfahrung unterstreicht.
Mimaki
Der JV330-160 und der integrierte Drucker und Schneideplotter CJV330-160, die auf der FESPA 2022 ihr internationales Messedebüt feierten, bieten eine höhere Produktivität und setzen neue Maßstäbe bei der Druckqualität. Da die Workflow-Effizienz bei Mimaki und seinen Kunden ganz oben auf der Agenda steht, sorgen eingebaute Reinigungsmechanismen und Überwachungsfunktionen für eine nahtlose Produktion und ermöglichen längere Laufzeiten. Beide Modelle verfügen außerdem über ein neu entwickeltes Abwicklungssystem, das das gleichzeitige Einlegen von drei Medienrollen ermöglicht, was den Zeit- und Personalaufwand für den Wechsel von Druckmedien erheblich reduziert. Ein weiteres Standardmerkmal ist ein "XY-Slitter" - eine hochpräzise Schneidetechnologie, die den Bogen in der X- und Y-Achse schneidet. Dadurch entfallen das Abwickeln und der grobe Zuschnitt im Arbeitsablauf, was den Druckern hilft, den Nachbearbeitungsprozess erheblich zu beschleunigen und zu rationalisieren, da weniger Eingriffe erforderlich sind.
Mimaki's neuer CG-AR Schneideplotter, der über die derzeit verfügbare Einstiegstechnologie in diesem Bereich hinausgeht, wurde ebenfalls präsentiert.
Mutoh
Die neuen Sign- und Displaydrucker 1341SR Pro und 1641SR Pro konnten am Stand live beim Druck beobachtet werden. Mit einer Druckbreite von 1,37 Metern beziehungsweise 1,67 Metern und mit einem AccuFine-Druckkopf ausgestattet liessen sich höhere Geschwindigkeiten und Genauigkeit erreichen. Der neue AccuFine-Druckkopf sei um 33 Prozent breiter und besitzt elf Prozent mehr Düsen. Der XpertJet 1682SR in einer neuen Achtfarben-Konfiguration (CMYK, LC, Lm, Lk + O) wurde neben weiteren ebenfalls gezeigt.
SAi
Eine neue Version der Design-, Druck- und Schneidesoftware Flexi wurde präsentiert. Flexi 22 bietet eine benutzerfreundliche Designoberfläche mit einem leistungsstarken RIP und vielen neuen Werkzeugen welche laut Unternehmen die Produktivität und Effizienz steigern. DTF- und DTG-Funktionen eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten. Mit SAi Connect steht eine zentrale Plattform zur Systemverwaltung zur Verfügung.
Sun Chemical
„Solutions in Motion“ („Lösungen in Bewegung“) war das Thema bei Sun Chemical. Spezielle Tinten für Inkjet-, Sieb- und Textildruck, welche dem Nachhaltigkeitsanspruch der Kunden entsprechen, anzubieten ist das Ziel des Unternehmens. So waren unter anderem Druckbeispiele der SunJet-Tinten für den digitalen Inkjet-Druck, Streamline-Tinten-Drucke im Großformat und weitere zu sehen. Die Streamline-Tinten sind Greenguard Gold zertifiziert und zeichnen sich durch eine geruchslose Rezeptur aus welche für niedrige Innenraumemissionen sorgt.
Für den Sublimationsdruck hat das Unternehmen die neuen ElvaJet Onyx SB-Tinten vorgestellt. ElvaJet Onyx SB wurde entwickelt, um den Marktanforderungen nach längeren Druckläufen zwischen den Reinigungszyklen gerecht zu werden, während der einfache Umwandlungsprozess der Tinte einen sofortigen Druck und eine einfache Inbetriebnahme vor oder zwischen Druckaufträgen ermöglicht. Die fortschrittliche Formel führt zu einer verbesserten Druckleistung und gewährleistet eine maximale Systembetriebszeit bei geringem Eingriff. Das Tintensortiment bietet die bewährte Leistung von Sun Chemical auf einer ganzen Reihe von Transferpapieren mit hervorragender Kantenschärfe und Farbübertragung und bietet gleichzeitig den tiefsten Schwarzton. ElvaJet Onyx SB ist in 1 kg-Flaschen und 2 kg-Beuteln erhältlich, um Druckern maximale Flexibilität bei der Verarbeitung zu bieten. Die Tinte bietet laut Hersteller eine hohe Farbintensität und Bildschärfe ohne Kompromisse bei der Systemleistung und Produktivität einzugehen.
Pete Saunders, Global Director, Digital Businesses bei Sun Chemical, kommentiert: "Bei der zunehmenden Anzahl von Großformatdruckern auf dem Markt kann es eine Herausforderung sein, die am besten geeignete Tintenlösung zu finden. Sun Chemical hat umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert, um das Kundenfeedback zu prüfen und ein Entwicklungsprogramm zu definieren, das den Anforderungen des Textildruckmarktes gerecht wird."
Simon Daplyn, Produkt- und Marketingmanager für die digitalen Textiltinten von Sun Chemical, fügt hinzu: "Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich der digitalen Drucktinten ist Sun Chemical ein Marktführer in der Entwicklung und Herstellung von Tinten. In Kombination mit unserem umfassenden Wissen über den Textilmarkt und die spezifischen Anforderungen von Sublimationsdruckern konnten wir diese innovative Produktreihe entwickeln, die dem Markt einen echten Mehrwert bietet. Darüber hinaus ist ElvaJet Onyx von OEKOTEX ohne Einschränkungen für den Öko-Pass zertifiziert, was bedeutet, dass alle mit Onyx SB bedruckten Textilien nicht erneut auf die Einhaltung des ÖkoTex-Standards der Klasse 100 geprüft werden müssen.“

SwissQprint
Das Unternehmen brachte eine Überraschung mit nach Berlin: Kudu. Hierbei handelt es sich um einen High-end-Flachbettdrucker mit den Massen 3.2 x 2.0 Meter welcher die bestehende Flachbettreihe komplementiert. Eine Rolle-zu-Rolle-Option ist erhältlich. Auch dieser gehört zur vierten Generation von Druckern welche vor einem halben Jahr vorgestellt wurde. Er ist sehr produktiv und bietet zehn Farbkanäle (neun bei den anderen Modellen). Die Anwender konfigurieren die Kanäle nach ihren Bedürfnissen und können die Konfiguration später jederzeit anpassen.
Mit einer maximalen Produktivität von 300 Quadratmetern pro Stunde überzeugt der UV-Drucker mit einer hohen Druckqualität. Carmen Eicher, Chief of Sales and Marketing Officer bei swissQprint, erklärt: "Kudu verfügt über die neueste Druckkopftechnologie mit einer adressierbaren Auflösung von bis zu 1350 dpi."
Der Flachbettdrucker steht auf einem neu konstruierten mechanischen Fundament und arbeitet mit modernsten Linearantrieben. "Dies gewährleistet eine präzise Tröpfchenplatzierung bei solch hohen Geschwindigkeiten", ergänzt Carmen Eicher. Kudu verfügt wie die anderen Flachbett- und Rolle-zu-Rolle-Drucker von swissQprint über das Tip Switch Vakuum. Im Fall von Kudu ist es in 260 Zonen unterteilt was dem Bediener eine sehr einfache und gezielte Steuerung des Vakuums ermöglicht. Apropos Steuerung: Lory, die von swissQprint selbst entwickelte Output-Software, ist das Cockpit des Kudu-Bedieners. Die grafische Benutzeroberfläche mit dem virtuellen Flachbett ist auf eine intuitive und sichere Bedienung ausgelegt.
Die neu entwickelte Universaltinte (Greenguard Gold zertifiziert) ist in den Farben CMYK, Light Cyan, Light Magenta, Light Black, Weiß, Effektlack und Primer sowie in den Sonderfarben Orange und Neongelb und Pink erhältlich.

 

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