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KODAK SONORA Platten bringen der Dewezet ein klares Plus an Effizienz in Druckvorstufe und Zeitungsdruck

Zeitungsunternehmen wechselt erfolgreich von Violett- zu KODAK Thermo-CTP mit prozessfreien KODAK SONORA Platten

Angesichts sinkender Auflagen und wirtschaftlicher Zwänge suchen Zeitungsdruckereien nach Möglichkeiten, um ihre Prozesse effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. So auch die Deister- und Weserzeitung (Dewezet) in Hameln, Niedersachsen, Deutschland. Deren Druckzentrum produziert jede Nacht rund 60.000 Zeitungsexemplare. Diese werden ebenso auf einer Geoman-Zeitungsrotation gedruckt wie rund 300.000 Wochenend-Anzeigenblätter, verschiedene Vorprodukte für Zeitungen und eine Reihe kleinerer Publikationen. Für jede nächtliche Tageszeitungsproduktion benötigt die Dewezet rund 600 Druckplatten im Einzelformat 321 x 512 mm. An Tagen mit umfangreichen Produktionen den Tag über erhöht sich das Volumen auf über 1.000 Platten. Dieser Bedarf summiert sich auf etwa 260.000 Platten bzw. über 40.000 Quadratmeter im Jahr.
Paradigmenwechsel: mit Kodak von Violett zu Thermisch & Prozessfrei
Nachdem die Druckformherstellung fünfzehn Jahre lang per CTP-Belichtung von violettempfindlichen Platten mit nasschemischer Verarbeitung erfolgt war, änderte das Unternehmen Ende 2018 seinen Kurs. Die Dewezet entschied sich für eine Zeitungs-CTP-Lösung von Kodak mit thermischer Bebilderung prozessfreier KODAK SONORA Platten. Die Partnerschaft mit Kodak hatte indes schon einige Jahre zuvor begonnen, als die Dewezet zur violettempfindlichen digitalen KODAK LIBRA VP Platte wechselte.
„Unsere beiden Violettplattenbelichter hätten bestimmt noch zehn Jahre zuverlässig funktioniert, aber wir wollten unbedingt den Plattenverarbeitungsschritt loswerden – natürlich ohne dafür eine Minderung der Druckqualität in Kauf zu nehmen“, erläutert Carsten Wilkesmann, Technischer Leiter und seit 2001 bei der Dewezet tätig. „Die zwei Plattenverarbeitungsanlagen machten gefühlt 80 % der Arbeit in der Druckformherstellung aus und stellten permanent eine mögliche Fehlerquelle dar. Wenn es irgendwo Probleme gab, dann eben häufig an den Verarbeitungsanlagen. Das bedeutete einen hohen Wartungs-, Reparatur- und Reinigungsaufwand. Dazu kam noch die Tatsache, dass der schlankere Prozess mit den SONORA Platten auch zukünftig Kosteneinsparungen möglich macht.“
Vor der endgültigen Entscheidung über den Wechsel der Plattentechnologie testete die Dewezet zunächst extern hergestellte KODAK SONORA X Platten in der normalen Zeitungsproduktion und nahm dann auch probeweise einen KODAK TRENDSETTER NEWS Plattenbelichter für die Bebilderung der prozessfreien Platten in Betrieb.
Carsten Wilkesmann räumt ein, dass die Drucker anfangs hinsichtlich des „Develop on Press“-Prinzips der Platten ziemlich skeptisch waren. „In der praktischen Anwendung waren unsere Drucker dann aber positiv überrascht, einmal vom Freilaufen und der Feuchtwasserführung her und zum anderen, dass tatsächlich keine Schichtbestandteile ins Feuchtwasser gelangen. Wir können mit weniger Feuchtwasser produzieren, und der gesamte Prozess wurde stabiler“, berichtet der Technische Leiter. „Außerdem ergab ein direkter Vergleich, dass die SONORA Platte ein qualitativ besseres Druckbild lieferte als unsere bisherige Violettplatte. Somit war klar, dass die Umstellung auf die prozessfreie Platte von Kodak reibungslos verlaufen und noch Qualitätsvorteile mit sich bringen würde.“ Die Qualität des Zeitungsdrucks ist für die Dewezet ein bedeutendes Kriterium, was auch darin zum Ausdruck kommt, dass das Unternehmen seit vielen Jahren erfolgreich dem International Newspaper Color Quality Club der WAN-IFRA angehört und auch in deren exklusiven Elite Star Club aufgenommen wurde.
Effizienter und nachhaltiger zu druckfertigen Platten
Zusätzlich zu dem TRENDSETTER NEWS Plattenbelichter mit Einzelkassetteneinheit (SCU) installierte das Unternehmen einen KODAK GENERATION NEWS Plattenbelichter. Nach der Bebilderung auf den CTP-Systemen, die täglich im Einsatz sind, gelangen die SONORA Platten über ein Transportband zur Plattenstanze, die sich im Leitstand der Zeitungsrotation befindet. So bekommen die Drucker die Platten automatisch direkt in ihren Arbeitsbereich geliefert.
Das Aus für die konventionelle Plattenverarbeitung verkleinerte nicht nur den Platzbedarf, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der Druckformherstellung deutlich. Mit dem Abbau der Verarbeitungsanlagen entfiel der damit verbundene Verbrauch (und die entsprechenden Kosten) von Wasser, Plattenchemie, Reinigungsmitteln und Energie – Letztere sowohl für den Betrieb der Anlagen als auch die Raumklimatisierung. Zusätzlich wurde die Entsorgung von jährlich annähernd 6.000 l an verbrauchter Chemie eingespart. Doch damit nicht genug, durch die Verwendung der prozessfreien Platten gibt es auch keine Prozessschwankungen aufgrund einer allmählichen Erschöpfung der Chemie mehr.
SONORA XTRA Platte bringt willkommene Verbesserungen
Als einer von wenigen Zeitungsbetrieben weltweit konnte die Dewezet die jüngste Generation von Kodaks prozessfreien Platten, die SONORA XTRA Platte, frühzeitig testen und die gesamte Produktion bereits im Sommer 2020 komplett von der SONORA X auf den neuen Typ umstellen. Von den verschiedenen Fortschritten, die Kodak bei der neuen SONORA XTRA Platte erzielte, sind zwei für die Dewezet besonders wichtig, wie Carsten Wilkesmann ausführt: „Neben der erhöhten Robustheit bzw. Beständigkeit gegen Kratzer bringt uns vor allem der drastisch verbesserte Kontrast der Plattenschicht Vorteile. Er ermöglicht nun die Verwendung von Plattenstanzen, die nicht mit speziellen, teuren Registerkameras für schwache Bildkontraste ausgestattet sind. Darüber hinaus erleichtert der stärkere Kontrast unseren Druckern die Sichtkontrolle und das Sortieren der Platten für die Belegung der Plattenzylinder.“ Im Druck, ob auf dem standardmäßigen Zeitungspapier mit 45 g/m2 oder dem gelegentlich für Aufträge verwendeten matten LWC-Papier mit 60 g/m2, erzielt die Hamelner Zeitungsdruckerei konsistent hochwertige Resultate. Da die Auflagen der Dewezet bei maximal 100.000 Überrollungen liegen, werden die Grenzen der Auflagenbeständigkeit der SONORA XTRA Platte, die im Zeitungsoffset beim Vierfachen dieses Wertes liegen, bei Weitem nicht berührt.
„Wir würden es wieder machen“, sagt Carsten Wilkesmann im Rückblick auf den Übergang zur CTP- und Prozessfrei-Technologie von Kodak. „Es ist ein viel einfacherer Prozess, der vor allem in der Druckvorstufe viel weniger Stress und weniger Probleme bedeutet. Im Druck funktionieren die SONORA Platten reibungslos. Insgesamt führt es dazu, dass sich unsere Mitarbeiter auf wichtigere Dinge im Produktionsgeschehen konzentrieren können.“
www.kodak.com

 

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