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Auszeichnung für PrintPromotion Kalender 2015

• „gregor international calendar award 2015" in Bronze geht an PrintPromotion-Kalender
• Zwölf fotografische Kunstwerke rücken Druck- und Papiertechnik ins Zentrum magischer Lichtinstallationen

Wenn Jürgen Mai mit seiner Kamera anrückt, dann heißt es: „Licht aus". Zwölf Produktionshallen deutscher Druck- und Papiertechnikhersteller hat der Darmstädter Fotograf letztes Jahr in Finsternis getaucht. Dem Dunkel hat er dann in stundenlanger, exakt durchdachter Arbeit mit Taschenlampen, LEDs und mit Farbfiltern einzelne Konturen entlockt - und diese mit einer fest installierten Kamera per Fernauslöser fotografiert. Pro Nacht entstehen so hunderte Langzeitbelichtungen. Mai tastet sich mit seinen Spotlights in der Halle voran. Später fusioniert er bis zu 300 Aufnahmen einzelner Bereiche und Details zum Gesamtbild.
Zwölf solcher Fotos, die im Dunkel der Fabriken magisch beleuchtete Maschinen und Anlagen zum Drucken, Schneiden, Stanzen, Schütteln und Veredeln von Papier und Pappe zum Vorschein bringen, sind die Motive des Kalenders „Spot on: Graphic Arts 2015". Der Fotokünstler hat ihn für die PrintPromotion GmbH realisiert. Seit letzter Woche trägt das Werk den „gregor international calendar award 2015" in Bronze. Die Jury hat den Kalender aus fast 1.000 Einreichungen ausgewählt, die aus ganz Europa, Japan und Israel eingegangen waren. Vergeben wird der begehrte Award seit 1950. Initiatoren sind der Graphische Klub Stuttgart, das Landesministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie der Verband Druck und Medien Baden-Württemberg.
Kalender schafft Fusion analoger und digitaler Welten
„Als Auftraggeber freuen wir uns natürlich sehr, dass die Jury unsere Faszination für die Aufnahmen von Jürgen Mai teilt", erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der PrintPromotion GmbH und des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA. Der Fotograf setze das Herzstück der Branche in Szene: die Maschine. Mai erhebe sie in seinen Fotografien zu Kunstwerken. Wobei die Maschinen Objekt dieser Kunst sind und sie zugleich auf edelste Weise reproduzieren. Denn der großformatige Kalender besteht aus hochwertigen Drucken, die optisch und haptisch höchsten Ansprüchen genügen.
Jürgen Mais Methode, hunderte von Hand inszenierte Langzeitbelichtungen mithilfe digitaler Technik zum Gesamtbild zu fusionieren, schlägt die Brücke von analogem Handwerk zu digitaler Welt und macht sich dabei die Stärken beider Welten zunutze. Konvergenz zwischen konventioneller und digitaler Technik ist auch ein zentrales Ziel, das die Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik in ihrer Strategie-Roadmap „Print2030" ins Auge gefasst haben. Die Druck- und Papiertechnik muss sich auf die veränderte, digitale Welt zu bewegen und sich dabei das erweiterte Instrumentarium digitaler Verfahren zunutze machen. Mai macht es vor, indem er sich der Option der Bildfusion öffnet und sein Handwerk so auf eine neue Ebene hebt.
PrintPromotion und der Darmstädter Fotograf weisen in dem Kalender einen Weg in die Zukunft der Branche. „Die zwölf Motive wecken Faszination für das bestehende Knowhow unserer Maschinen- und Anlagenbauer. Und zugleich zeigen sie mit Hilfe digitaler Technik, dass in unseren Fabriken noch jede Menge innovative Highlights zu entdecken sind, wenn Tiefenschärfe und Ausleuchtung bei der Betrachtung stimmen", so Heering.
Umsetzung erlaubt weitere Nutzung der Motive
„Der Preis ist eine schöne Bestätigung meiner Arbeit", ergänzt Jürgen Mai und schließt einen Dank an sein Team, den Grafiker Mark Owen und an jene Unternehmen an, die ihm ihre Hallen für die nächtlichen Fotoaktionen geöffnet haben. „Teils ging das nur, weil im Zuge von Wartungsarbeiten der 24/7-Schichtbetrieb unterbrochen war", sagt er. In solchen Fällen sei der Koordinationsaufwand noch höher als ohnehin schon. „Es ist ja nicht mit dem Fotografieren getan. Um die Motive zu inszenieren, müssen wir in den Produktionsstätten vorher so einiges umräumen", berichtet der Fotograf. Dass der Aufwand nun die international beachtete Anerkennung gefunden habe, freue ihn sehr.
Möglicherweise wartet noch eine zweite „Karriere" auf die prämierten Motive. Mit 36 Megapixeln reicht die Auflösung für publikumswirksame Großplakate, die sich auf den abgebildeten Maschinen drucken, schneiden und veredeln ließen. Den Countdown auf einen möglichen Termin, die drupa 2016, hat Owen in die Kalenderblätter eingebaut. Zudem führt seine Gestaltung die Maschinenmotive auf einer zusätzlichen Ebene fort: Durch die Veredelung der qualitativ ohnehin hochwertigen Vierfarbdrucke mit jeweils unterschiedlichen Präge- und Drucktechniken vermittelt der Kalender Blatt für Blatt, wozu die abgebildete Druck- und Papierverarbeitungstechnik in der Lage ist. Und so schließt sich der Kreis in der Grafik und ihrer drucktechnischen Umsetzung. „Letztlich leistet der Kalender exakt das, wofür wir mit unserem Namen PrintPromotion stehen", resümiert Heering. Denn das beste Argument für moderne Druck- und Papiertechnik sei nun einmal die Faszination, die hochwertig und edel anmutende Drucke bei ihren Betrachtern auslösen.

www.vdma.org

 

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