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Last updateMo, 16 Mai 2022 12pm
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Orientierung in der Welt industrieller 3D-Druckverfahren

‱ Über 50 Teilnehmer nutzen Technologietag „Industrielle 3D-Druckverfahren" des VDMA-Landesverbands Bayern
‱ Intensiver Austausch ĂŒber 3D-Druckverfahren und deren industrielles Potential zeigt Sofortwirkung

Weltweit treiben additive Fertigungsverfahren Maschinen- und Anlagenbauer sowie Anwender aus Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Medizintechnik und vielen weiteren Branchen um. Der IngolstĂ€dter Technologietag "Industrielle 3D-Druckverfahren" des VDMA-Landesverbandes Bayern belegt das große Interesse bayrischer Unternehmen. Die Veranstaltung im GrĂŒnder- und Technologiezentrum EGZ Ingolstadt war mit ĂŒber 50 Teilnehmern ausgebucht.

3-D-Druck – Technologie mit erheblichem Potenzial
Die große Mehrheit der anwesenden Teilnehmer nutzt additive Fertigungsverfahren noch gar nicht oder nur in Nischen, so das Ergebnis einer Umfrage zu Beginn der Veranstaltung. Am Ende der Tagung gaben die Teilnehmer ihre EinschĂ€tzung dazu ab, wie sich der Einsatz in den kommenden drei bis fĂŒnf Jahren entwickeln wird. Dabei zeigte sich, dass die Mehrheit der anwesenden Unternehmern der jungen Technologie kurzfristig zutraut, traditionelle Fertigungsverfahren zu ergĂ€nzen. Einzelne Teilnehmer konnten sich sogar vorstellen, dass additive Verfahren in ihren Unternehmen zu bevorzugten Fertigungsverfahren reifen.

Diese Sofortwirkung beim Gros der Teilnehmer wertete Wolfgang Lott, Stv. GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VDMA Landesverband Bayern, als Beleg dafĂŒr, dass „der 3D-Druck in den nĂ€chsten drei bis fĂŒnf Jahren eine Technologie mit erheblichem Potenzial ist. „Wir stehen hier noch am Anfang", erklĂ€rt er. Zudem habe der Tag gezeigt, dass ein neues Denken in den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen erforderlich sei, um das volle Potenzial additiver Verfahren auszuschöpfen.

Wandel in den Köpfen der Konstrukteure
Neben der Orientierung ĂŒber die verschiedenen additiven Verfahren und deren technischen Stand wurde berichtet, wie Additive Manufacturing die Konstruktion verĂ€ndert und wie sich die Kosten von der Fertigung auf das Design der Bauteile verschieben. „Weil der schichtende Aufbau die Fertigung bisher nicht realisierbarer Geometrien möglich macht, mĂŒssen Konstrukteure völlig umdenken", mahnte Ralf Becker, Leiter der Vorentwicklung der Schunk GmbH & Co. KG aus Lauffen am Neckar.. Carl Fruth, Vorstand der Lupburger FIT AG ergĂ€nzte: „Sie mĂŒssen die Konstruktion wahlweise einem Profi ĂŒberlassen oder selbst ein Profi werden." Es sei gerade fĂŒr erfahrene Entwickler nicht einfach, sich ĂŒber tief verinnerlichte Konstruktionsregeln hinwegzusetzen und Bauteile komplett neu zu denken.

Konkreter Nutzen fĂŒr Teilnehmer
Gerhard Trebbin, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des EichstĂ€tter Automations-Spezialisten Trebbin GmbH & Co. KG, zog ein rundum zufriedenes Fazit seiner Teilnahme am IngolstĂ€dter Technologietag. Er war gekommen, weil sein Unternehmen konkret nach einer Fertigungslösung fĂŒr spezielle Mess-Fassungen sucht, in denen Leuchtmittel getestet werden. Es handele sich um sehr komplexe, miniaturisierte Bauteile in Sonderanfertigungen von jeweils nur ein bis zwei StĂŒck. „Es drĂ€ngt sich auf, sie additiv zu fertigen", sagt er. Doch bisher war er sich weder ĂŒber die technische Reife der Verfahren noch ĂŒber deren Preis-LeistungsverhĂ€ltnis im Klaren. „Das hat der Technologietag mit detaillierten Informationen zum technischen Stand und zur Effizienz der heutiger Anlagen geĂ€ndert", erklĂ€rt Trebbin. Auch die Möglichkeit, in Ingolstadt mit Dienstleistern ins GesprĂ€ch zu kommen, habe ihm weitergeholfen. „Wir werden die Verfahren zeitnah implementieren", sagt er. Die Reife des industriellen 3D-Drucks haben ihn positiv ĂŒberrascht. Trebbin glaubt, dass viele Unternehmen Informationsdefizite bei dem Thema additive Fertigung haben. Veranstaltungen wie der Technologietag und die Möglichkeit zum Austausch in der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA seien eine echte Hilfe.

www.vdma.org

 

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